Sosa verteidigt Gesamtführung in der Türkei

Aniolkowski sieht die Lücke und feiert ersten Sieg im Cofidis-Trikot

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Stanislaw Aniolkowski hat die 4. Etappe der Türkei-Rundfahrt gewonnen. | Foto: Cor Vos

29.04.2026  |  (rsn) – Nachdem Kapitän Emanuel Buchmann an der gestrigen ersten Bergankunft der Türkei-Rundfahrt (2.Pro) keine Rolle gespielt hatte, hatte die Cofidis-Equipe nur 24 Stunden später allen Grund zum Jubel. Dafür verantwortlich war der Pole Stanislaw Aniolkowski, der auf der 4. Etappe über 130,4 Kilometer von Marmaris nach Fethiye im Massensprint alle seine Gegner hinter sich ließ und seinen ersten Sieg seit fast drei Jahren feierte.

Im Finale lange an einer hinteren Position eingebaut, nutzte der 29-Jährige auf den letzten Metern eines turbulenten Sprints die sich vor ihm auftuenden Lücken und zog noch an Riley Pickrell (Modern Adventure) vorbei, um den Kanadier auf Rang zwei zu verweisen.

Dritter wurde der Italiener Davide Persico (MBH Bank) vor den beiden Spaniern Manuel Penalver (Polti – Visit Malta) und Marc Brustenga (Equipo Kern Pharma). Der Belgier Tom Crabbe (Flanders Baloise), der die ersten beiden Flachetappen gewonnen hatte, kam diesmal nicht über den 12. Platz hinaus, behauptete aber die Führung in der Punktewertung.

“Ich habe auf einen solchen Moment so lange gewartet, so viele Top-5 und Top-10-Platzierungen, aber kein Sieg. Heute hat mein Team einen prima Job gemacht, dafür möchte ich mich bedanken, weil sie das Rennen etwas schwerer gemacht haben, was für mich besser war. Heute habe ich die Arbeit meiner Teamkollegen vollendet und darauf bin ich stolz. Ich gebe nie auf und heute hat’s endlich geklappt“, sagte Aniolkowski nach dem insgesamt sechsten Profisieg seiner Karriere, der zugleich der erste im Cofidis-Trikot war.

Danach hatte es bis weit ins Finale aber nicht ausgesehen. “Einen Kilometer vor dem Ziel dachte ich, ich würde nicht sprinten können, aber dann fand ich einen guten Weg und konnte es vollenden. Ich hoffe, dass mir dieser Sieg mehr Selbstvertrauen gibt für die nächsten Sprints gibt“, so Aniolkowski im Ziel-Interview.

In dieser Saison wusste der Cofidis-Profi vor allem bei den kleineren Klassikern zu überzeugen. Die Bredende Koksijde Classic (1.Pro) etwa beendete er als Sechster, die Ronde Van Brugge (1.UWT) verpasste er als Vierter nur knapp das Podium und bei der Ronde Van Limburg (1.1) reichte es zu Platz sechs.

An der Spitze der Gesamtwertung gab es keine Veränderungen. Der gestrige Etappensieger Iván Sosa (Equipo Kern Pharma) verteidigte die Spitzenposition mit 13 Sekunden Vorsprung auf den Australier Sebastian Berwick (Caja Rural - Seguros RGA). Mit 21 Sekunden Rückstand folgt auf Rang drei der Franzose Nicolas Breuillard (TotalEnergies). 

Der ehemalige Deutsche US-Meister Jannis Peter (Unibet – Rose Rockets / +1:26) belegt unverändert Rang 16, Buchmann rückte um eine Position auf den 31. Platz vor (+3:51). Sosa ist auch Führender der Bergwertung.

Das Streckenprofil der 4. Etappe der Türkei-Rundfahrt | Foto: Veranstalter

Eine sechsköpfige Spitzengruppe wurde kurz vor dem Gipfel der einzigen Bergwertung des Tages 36 Kilometer vor dem Ziel wieder gestellt. Nachdem das Feld am Anstieg auseinandergerissen worden war, konnte die meisten der abgehängten Sprinter den Anschluss wieder herstellen. 

Auf den letzten flachen Kilometern konnte kein Team einen Sprintzug an der Spitze etablieren, ehe Fernando Gaviria (Caja Rural) bereits 500 Meter vor dem Ziel und damit viel zu früh begann. Dagegen teilte sich Aniolkowski das Finale deutlich besser ein und sicherte sich aus etwa achter Position kommend noch den Sieg, nachdem sich im richtigen Moment vor ihm eine Lücke aufgetan hatte.

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