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30.06.2026 | (rsn) - Ausführlich getestet wurde das neue Look 795 BladeRS 3 schon und es hat dabei auch bereits bewiesen, dass es ganz vorne mitfahren kann. Alex Aranburu (Cofidis) gewann noch vor dem offiziellen Launch auf dem neuen Rahmen je eine Etappe der Baskenland-Rundfahrt und der Baloise Belgium Tour. Pünktlich zur Tour de France stellt der französische Hersteller das Modell nun der Öffentlichkeit vor.
Das neue Arbeitsgerät der Cofidis-Profis soll ihnen die drei Wochen in Frankreich auf jeden Fall etwas leichter machen. Das neue Material spart laut Hersteller einiges an Gewicht. Look gibt für das neue Modell zwar wie beim Vorgänger ein Rahmengewicht von 890g an.
Was nach Gleichstand klingt, ist jedoch Diät: Die 890g galten beim alten Modell für Größe S, beim neuen BladeRS 3 für M. Der Großteil der 160g-Gewichtskur kommt aber von der Gabel, die nun fast 100 Gramm leichter ist. Das komplette Rad soll in Größe M ohne Pedale ab 6,9kg zu kaufen sein.
Die fürs Profi-Peloton wesentlichere Verbesserung dürfte hingegen bei der Aerodynamik passiert sein. LOOK gibt für das 795 BladeRS 3, angelehnt an das standardisierte Testprotokoll des Tour Magazins, einen Luftwiderstand von 205 Watt im Windkanal an.
Da es sich hierbei um interne Herstellerdaten handelt, stehen die offiziellen Messwerte des Magazins noch aus. Mit 205 Watt wäre das Rad auf dem gleichen Niveau wie das Rose Shave FFX. Beide lägen in der virtuellen Wertung der Fachzeitschrift damit nur ein Watt hinter dem Aerobike von Pogacar, dem Colnago Y1RS. Look setzt, wie Specialized oder Rose, auf einen Aero-Allrounder und hat kein gesondertes Aeromodell im Programm.
In der schwarzen Lackierung dürfte das Rad am leichtesten sein | Foto: Look
Rein optisch ist der Rahmen seiner Form treu geblieben, Gabel und Unterrohr fallen nun ein wenig flächiger aus. Obligatorisch wurde die Reifenfreiheit auf 34mm erhöht und ein UDH Schaltauge verbaut. Die Geometrie bleibt im zum Vorgänger unverändert.
Abseits der Optimierungen für den beruflichen Rennbetrieb bietet das neue Modell interessante Neuerungen für Normalsterbliche an, wenn auch für welche mit großer Brieftasche. Über das "Your Look à la carte“-Programm sind 350 Fitting Optionen möglich.
So kommt die neue Vorbau-Lenkereinheit in drei verschiedenen Breiten (380 / 400 / 420 mm) und sieben Optionen bei der Vorbaulänge (80–140 mm). Außerdem wurde die Position für die Schaltbremshebel optimiert, was den Bremshebel näher an den Unterlenker bringt. Dazu gibt es die Wahl zwischen einer Sattelstütze mit oder ohne Setback. Insgesamt stehen sechs verschiedene Rahmengrößen und vier Lackierungen zur Auswahl.
Auch das Cockpit wurde überarbeitet, es soll schneller und ergonomischer geworden sein. | Foto: Look
Günstig wird die Sache nicht, das Komplettrad startet bei 8.490€. Dafür kriegt man eine Shimano Ultegra Di2 und LOOK R45S-Laufräder. Für Campagnolo Super Record und Scope Artech 6A Laufräder sind 13.190€ fällig.
Zur offiziellen Premiere bei der 113. Tour de France wird das Fahrrad übrigens als einziges im Feld mit ausschließlich europäischen Herstellern aufgebaut an den Start rollen. Für das Teambike von Cofidis liefert Campagnolo Schaltung und Laufräder. Es ist die einzige Mannschaft mit der Schaltung der Italiener bei der Frankreich-Rundfahrt. Ein klassisches Setup, das aber nicht minder konkurrenzfähig ist.