Spanier neuer Spitzenreiter der Belgium Tour

Aranburu hat wie schon 2024 in Durbuy das beste Ende für sich

Von Matthias Seng

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Alex Aranburu (Cofidis) hat die Königsetappe der Belgium Tour gewonnen. | Foto: Cor Vos

19.06.2026  |  (rsn) – Alex Aranburu (Cofidis) hat im spannenden Sprintduell bergauf die schwere 3. Etappe der 95. Baloise Belgium Tour (2.Pro) für sich entschieden. Der Spanier verwies über 173 Kilometer mit Start und Ziel in Durbuy den Briten Lewis Askey (NSN) auf den zweiten Platz und feierte seinen zweiten Saisonsieg. Zeitgleicher Dritter wurde sein Landsmann Carlos Canal (Movistar).

Mit zwei Sekunden Rückstand sicherte sich der Norweger Jonas Abrahamsen (Uno-X Mobility) auf der Königsetappe den vierten Platz vor dem Tschechen Matyas Kopeck (Unibet - Rose Rockets) und dem Belgier Jasper Philipsen (Alpecin – Premier Tech), der damit weiter auf seinen ersten Erfolg beim Heimspiel wartet.

Dagegen übernahm der 30-jährige Aranburu mit seinem elften Sieg seiner Karriere auch die Führung im Gesamtklassement vom gestrigen Etappensieger Tim Merlier (Soudal – Quick-Step), der auf dem schweren Rundkurs abgehängt wurde und nicht in die Entscheidung eingreifen konnte.

“Ich freue mich, hier wieder gewonnen zu haben, das Team hat eine tolle Arbeit geleistet. Das Finale lag mir“, sagte Aranburu, der bereits vor zwei Jahren am Ende der Etappe in Durbuy der Schnellste gewesen war. “Natürlich werde ich versuchen, die Gesamtführung zu verteidigen“, fügte der Baske an.

Aranburu liegt im Klassement vier Sekunden vor Askey und sechs vor Canal, Philipsen folgt weitere zwei Sekunden dahinter auf Rang vier. Merlier behauptete die Führung in der Punktewertung.

Jenno Berkmoes (Lotto – Intermarché) und Quinten Hermans (Pinarello – Q36.5), die sich auf der letzten der drei Schleifen um Durbuy herum34 Kilometer vor dem Ziel abgesetzt hatten, erhielten kurz nach dem Goldenen Kilometer, wo sich Berckmoes insgesamt acht Bonussekunden holte, Begleitung von Héctor Álvarez (Lidl – Trek) und Aimé De Gendt (Pinarello - Q36.5).

Doch das von Alpecin – Premier Tech und NSN angeführte Feld hatte eingangs der letzten 20 Kilometer nur noch wenige Sekunden Rückstand. Am vorletzten Anstieg spannte sich Auftaktsieger Biniam Girmay für seinen Teamkollegen Askey vor das Feld, das die Ausreißer 13 Kilometer vor dem Ziel stellte. Fünf Kilometer später initiierte Dylan van Baarle (Soudal – Quick-Step) mit seiner Attacke eine fünfköpfige Spitzengruppe, zu der noch Philipsen, Mike Teunissen (XDS – Astana) sowie die vorherigen Ausreißer Berckmoes und Hermans gehörten. Kurz darauf stießen noch Girmay, Rick Pluimers (Tudor) und Sergio Meris (Unibet - Rose Rockets) dazu.

Das Streckenprofil der 3. Etappe der Baloise Belgium Tour of Slovenia | Foto: Veranstalter

Pluimers wartete nicht lange, sondern zog eingangs der letzten fünf Kilometer davon. Als in der Verfolgergruppe niemand Anstalten machte, die Verfolgung aufzunehmen, attackierte Teunissen, wurde aber wie alle anderen Ausreißer vom Feld gestellt, in dem nun Unibet – Rose Rockets die Zügel angezogen hatte.

In der steilen Schlussrampe war auch Pluimers eingefangen, ehe Toon Aerts (Lotto – Intermarché) das Finale eröffnete. Doch der belgische Crosspezialist kam nicht weg, stattdessen lieferten sich Aranburu und Askey ein bis zur Ziellinie spannendes Duell, das der Cofidis-Kapitän schließlich knapp für sich entschied.

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