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01.07.2026 | (rsn) - Mit 26 ausgetragenen Veranstaltungen ist bereits mehr als die Hälfte der UCI Gravel World Series absolviert. Die vom Radsportweltverband UCI 2022 ins Leben gerufene Rennserie ist zu dieser Saison deutlich vergrößert worden und umfasst mit 46 Rennen auf sechs Kontinenten 13 mehr als im Vor- und 35 mehr als im Gründungsjahr.
Grund genug, mit einem Protagonisten Bilanz zu ziehen, der von Beginn an dabei war und aktuell die Gesamtwertung der UCI Gravel World Series anführt. ”Ich wollte von Beginn an bei den World Series Rennen gut und konstant fahren. Natürlich sind die Rennen der Serie nicht alle gleich gut besetzt. Aber bei denen, wo ich auf dem Podium oder in den Top-Ten war, waren es hinsichtlich der Besetzung teils schon halbe Europa- oder Weltmeisterschaften”, gab Paul Voß (AUTSAID x Rose Bikes) gegenüber RSN ein erstes Resümee.
Voß steht mit 710 Punkten an der Spitze des Gesamtklassements vor dem Belgier Daan Grosemans (620) und dem Australier Brendan Johnston (600). Der bisherige Dominator in dieser Saison, Mads Würtz Schmidt (Specialized Off-Road Team) , folgt auf Platz auf Platz 12 (380 Pkt.), hat allerdings weniger Rennen bestritten als Voß.
“Mein Ziel ist es schon, die Führung zu verteidigen, ich werde aber nicht meine zweite Saisonhälfte danach ausrichten. Größere Ziele in den nächsten Monaten sind die Deutschen Meisterschaften, sowie die EM und WM. Darauf liegt mein Fokus, da will ich gut sein“, so Voß, der mit dieser Aussage indirekt auch ein Statement zur Wertigkeit der Rennserie abgibt.
Anders als bei anderen Gravel-Großkalibern wie dem Unbound Gravel ist bei der UCI- Rennserie außer einer Medaille und eines Trikots wenig für die Gravel--Profis zu holen. “Weder bei den einzelnen Rennen noch für die Gesamtwertung ist in der UCI-Serie ein Preisgeld vorgesehen. Das ist natürlich sehr schade, dass es da immer nur noch um die Ehre geht“, meinte Voß, der zudem auch den aktuellen Modus in Frage stellte.
“Momentan glaube ich, dass es zu viele Rennen im UCI Kalender gibt, die alle die gleiche Punktzahl haben. Für die Zukunft erhoffe ich mir, dass die Rennen unterschiedlich kategorisiert und damit dann auch in der zu erzielenden Punktzahl variieren“, hatte er aber auch einen Änderungsvorschlag parat.
In der aktuellen Situation liege sein Fokus und auch der seiner Sponsoren aufgrund der höheren medialen Aufmerksamkeit auf Großveranstaltungen wie The Traka, Unbound und der WM. Das bleiben die wichtigsten Rennes des Jahres für den Deutschen Gravelmeister. Dennoch plane er weitere Teilnahmen an Rennen der UCI- Serie wie beispielsweise beim am 19. Juli stattfindenden 3Rides im Sauerland.
In der Gesamtwertung der Frauen führt momentan Wendy Oosterwoud (PAS Racing /1200 Punkte) vor Sophie Wright (Ribble Outliers / 1000) und der Niederländerin Tessa Neefjes (910 Pkt.). Knapp dahinter folgt auf Rang vier die Deutsche Romy Kasper (PAS Racing) mit 890 Punkten.
Am Wochenende findet in Singen mit dem Hegau Gravel das nächste Rennen der UCI Gravel World Series statt.