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19.08.2026 | An die Räder der Profis dürfen nur Profis – und so beschränkt sich der road bike channel ausnahmsweise mal aufs Zuschauen. Die Ehre, die Gravel-Rennmaschine des belgischen Superstars aufbauen zu dürfen, gebührt „Team Visma | Lease a Bike“-Mechaniker Ritte Van Der Perren, dem unsere Rennrad-Spezialisten im Service Course der Mannschaft über die Schulter blicken durften.
Gut ein Kilo bringt der Profi-Gravelrahmen auf die Waage, der sich vom Standard-Modell leicht unterscheidet.Die Räumlichkeiten des technischen Hauptquartiers der Equipe wären eines Fahrradherstellers würdig und bieten optimale Bedingungen für zügiges, genaues und entspanntes Arbeiten. Wobei dem Besucher vielleicht erst einmal etwas anderes auffällt: nämlich die unglaubliche Materialfülle, aus der sich der Profi-Mechaniker mit sicherem Griff die benötigten Komponenten herausgreift.
Auch der Profi-Mechaniker braucht ein paar Minuten, um die Bremsleitungen durch Rahmen und Gabel zu leiten.Das ist erst einmal natürlich ein im Teamlook lackierter Rahmen in Größe 56, der schon mit dem Namen des Rennfahrers gekennzeichnet ist – und gegenüber dem Serienmodell über eine Besonderheit verfügt: Das aerodynamisch optimierte Gravelbike des Radprofis ist nämlich nicht mit einem Staufach im Unterrohr ausgestattet. Auf dieses Feature kann der Profi verzichten, und da es wahrscheinlich für etwas Mehrgewicht sorgt, lässt es Cervélo am Teamrad einfach weg.

Beim Aufbau von Wout van Aerts Cervélo Áspero-5 beschränkte sich der road bike channel ausnahmsweise aufs Filmen.
Apropos: Bei einem Rahmengewicht von genau 1.044 Gramm ist ein leichtes Komplettrad zu erwarten, das dann auch nur gut 7,6 Kilo inklusive (Rennrad-) Pedalen wiegt. Ausgestattet ist die Offroad-Rennmaschine natürlich mit dem besten Material: Das Team fährt SRAM Red, wobei Wout van Aert ein großes Kettenblatt mit intergriertem Powermeter nutzt; dazu kommen Reserve-Laufräder mit unterschiedlich tiefem Felgenprofil vorne und hinten.
Es muss beneidenswert sein, über die Materialfülle eines WorldTour-Teams verfügen zu können.Die auffällig gefärbten, aus umweltfreundlichen Materialien gefertigten Vittoria-Reifen nutzen den Bauraum von Rahmen und Gabel nicht voll aus – Wout van Aert fährt 40-mm-Reifen, während das Áspero-5 bis zu 45 mm Reifenbreite verträgt. Beides ist überraschend und zeigt, dass der dreifache Cyclocross-Weltmeister wie der Radhersteller Agilität und Aerodynamik über maximalen Fahrkomfort setzen.
Die 40er Vittoria sind nach aktuellen Maßstäben schmal, wobei Rahmen und Gabel nur wenig mehr zulassen würden.Neben dem Material selbst ist natürlich ein anderer Aspekt der Montage interessant: wie nämlich ein Profi-Mechaniker arbeitet. So könnte man etwa darauf achten, wo ein Drehmomentschlüssel zum Einsatz kommt und wo nicht oder wie Ritte Van Der Perren das Lenkerband wickelt. Insofern ist das halbstündige Video nicht nur eine schöne Unterhaltung für Radsport-Fans, sondern auch ein interessantes Lehrstück für alle, die selbst „schrauben“.
Am Ende wartet eine leichte, aerodynamisch optimierte Rennmaschine auf ihren prominenten Besitzer.
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