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24.08.2026 | (rsn) – Richard Plugge, CEO des Teams Visma – Lease a Bike, hat den Profiradsport nach dem tragischen Tod von Finlay Tarling bei der Portugal-Rundfahrt in die Pflicht genommen. In Sachen Fahrersicherheit werden zu viele Kompromisse angenommen, sagte der Niederländer: “Es enttäuscht mich massiv, dass jeder sagt, wie schreckluch das ist, aber direkt danach gibt es immer ein ‚Aber‘“, erklärte Plugge. “Wir sollten alles, was dann kommt, überspringen. Es darf einfach nicht passieren.“
Tarling kollidierte mit einem entgegenkommenden Lieferwagen auf der Strecke der Portugal-Rundfahrt. Der Fahrer hatte irrtümlich angenommen, dass alle Fahrer diesen Punkt bereits passiert hatten, der Besenwagen war aber noch nicht vorbeigekommen. So kam es zu dem tödlichen Unfall.
Plugge nahm auch die nach dem Tod von Gino Mäder eingerichtete Organisation SafeR in die Pflicht: “SafeR wurde zu einem politischen Konstrukt, bei dem ständig Kompromisse gemacht werden, um jeden glücklich zu machen. Aber es geht hier darum, dass die Fahrer ihren Job sicher ausüben können.“ Die Organisation implementierte Anpassungen an das Streckendesign und weitere Aspekte, aber laut Plugge entwickelte sich SafeR zu einem Papiertiger.
Um das zu gewährleisten, hat Plugge einen radikalen Vorschlag, der den Radsport grundlegend verändern würde: “Wenn es nicht mehr funktioniert, dass man von A nach B über 200 Kilometer fährt, dann müssen wir auf Rundkursen von 15, 20 oder 25 Kilometern fahren“, sagte der Niederländer. “wenn dann sichergestellt werden kann, dass diese Straßen 100 Prozent sicher sind.“
Der Visma-Boss verweist auf das Unterhaltungslevel der Weltmeisterschaften, die traditionell auf Rundkursen ausgetragen werden und glaubt, dass der Sport in fünf Jahren mehr solcher Strecken aufweisen wird. Dass diese Rundkurse nicht auch eklatante Sicherheitslücken aufweisen können, sah man vor zwei Jahren in der Schweiz, als Muriel Furrer während des WM-Rennens der Juniorinnen ums Leben kam.