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24.08.2026 | (rsn) - Die 3. Etappe der Vuelta a Espana (2.UWT) bleibt ohne Sieger. Das Teilstück wurde aufgrund eines schweren Unwetters an der Bergwertung Col de Mont-Louis (1. Kategorie) zunächst unter- und nach einigen Minuten abgebrochen. Nach sommerlichen Temperaturen an der Küste zu Beginn der Etappe, verdunkelte sich der Himmel zunehmend und im Ziel und im oberen Teil der ersten Bergwertung kam es zu heftigen Regenfällen, Gewittern und Hagel.
Tadej Pogacar (UAE - Emirates - XRG) führte den verbliebenen Teil des Pelotons von der Strecke zu einem Gebäude, in dem die Fahrer Unterschlupf vor dem Unwetter suchten. Ein Sieger wurde nicht gekürt, auch die Zeiten bis zum Abbruch der Etappe wurden nicht gewertet. Das gilt auch für Punkte im Kampf um das Grüne und das Gepunktete Trikot. Bis zum Abbruch war das UAE-Team an der Spitze des Feldes, um Pogacar einen zweiten Etappensieg bei dieser Vuelta zu ermöglichen.
Auf der 4. Etappe bietet sich für den Slowenen die nächste Chance. Dann geht es über 105 Kilometer durch den Kleinstaat Andorra, mit vier Bergwertungen und dem Dach der Vuelta, dem Port de Envalira.
Bei heftigem Wind bis zu 40 km/h und knapp 30 Gard Celsius Lufttemperatur wurde die 3. Etappe der Vuelta a Espana 2026 gestartet. Die Spitzengruppe des Tages bildete sich nach etwa zehn Kilometern. Wie auch schon am Sonntag zeigte sich der Führende der Punktewertung, Ethan Hayter (Soudal – Quick-Step), an der Spitze. Er setzte sich gemeinsam mit Magnus Cort (Uno-X Mobility), Mats Wenzel (Equipo Kern Pharma), Olivier Le Gac (Groupama – FDJ United), Timo Roosen (Picnic – PostNL) und Asbjörn Hellemose (Jayco – AlUla) vom Feld ab und erarbeitete sich mit seiner Gruppe einen maximalen Vorsprung von etwas mehr als zwei Minuten.
Der heftige Seitenwind bot einige Möglichkeiten für eine Windkante. Bis 90 Kilometer vor dem Ende blieb das Peloton allerdings weitgehend geschlossen. UAE – Emirates – XRG versuchte es wenig später und teilte das Peloton im Seitenwind in mehrere Gruppen auf. Felix Gall (Decathlon – CMA CGM) hatte Glück, da das Tempo in der Folge wieder herausgenommen wurde, denn der Österreicher befand sich kurzzeitig nur in der dritten Gruppe einige Sekunden hinter der Spitze des Pelotons.
Das Rennen verlief bis zur Sprintwertung in Villefranche-de-Conflent 45 Kilometer vor dem Ende sehr ruhig. Der Abstand des Spitzensextetts vergrößerte sich auf knapp zwei Minuten und blieb dort konstant. Die größte Gefahr strahlte in dieser Rennphase das Wetter aus, denn dunkle Wolken begleiteten die Fahrer und auch erste Berichte von Unwettern im Zielbereich machten die Runde.
Das Streckenprofil der 3. Etappe der Vuelta a Espana | Foto: Veranstalter
Mit einem Vorsprung von 1:30 Minuten fuhr die Spitzengruppe in die Steigung zum Col de Mont-Louis ein. Nach etwa sieben Kilometern der 19 Kilometer langen Steigung fielen Hayter, Le Gac und Roosen nach einer Tempoverschärfung zurück, womit nur noch ein Spitzentrio übrig war. Mats Wenzel machte dann etwa 8 Kilometer vor der Bergwertung mit mehreren Attacken ernst und fuhr damit solo der Bergwertung entgegen. Sechs Kilometer vor der Abnahme waren alle anderen bereits vom Peloton eingeholt worden und der Luxemburger versuchte, einen Vorsprung von knapp 45 Sekunden bis zum höchsten Punkt zu verteidigen. Genau in diesem Moment begann es wie aus Eimern zu schütten, womit der angekündigte Regen den restlichen Verlauf der Etappe begleitete.
Kurz vor der Bergwertung wurde das Wetter aber noch schlimmer. Schwere Hagelschauer erreichten die Fahrer, währenddessen Lorenzo Fortunato (XDS – Astana) es noch schaffte, zu Wenzel heranzufahren. Als die Hagelkörner dann so groß wurden, hielten die Fahrer an und versuchten, sich in Sicherheit zu bringen. Pogacar war hier einer der Anführer. Viele Fahrer konnten sich in einem Hotel am Streckenrand vor dem Hagel schützen. Nach einigen Minuten kam dann die Meldung, dass das Rennen nicht mehr fortgesetzt wurde.
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