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03.09.2026 | (rsn) – Nach einer turbulenten Auftaktetappe hat das Gesamtklassement der 22. Tour of Britain (2.Pro) schon früh Konturen angenommen. Nach seinem ebenso clever wie souverän herausgefahrenen Sieg in Lincoln, wo er an der letzten von vier Überquerungen des Michaelgate-Kopfsteinpflasteranstiegs die entscheidende Attacke gesetzt hatte, führt Lews Askey (NSN) die Geasmtwertung mit neun Sekunden Vorsprung auf den zweimaligen Zeitfahrweltmeister Filippo Ganna (Netcompany – Ineos) an.
Der 25-jährige Brite hatte sich knapp vor dem Italiener und dem Belgier Tim Wellens ins Ziel gerettet und seinen ersten Sieg im Trikot seines neuen Teams gefeiert. “Ich war dieses Jahr schon einige Male ganz nah dran, zum Beispiel bei den nationalen Meisterschaften. Ich bin ein paar Mal Zweiter und ein paar Mal Dritter geworden. Jetzt tatsächlich einen Sieg zu holen und die Arme in die Höhe zu reißen – genau dafür fahre ich Rad. Ich bin so froh, dass mir das dieses Jahr noch einmal gelungen ist“, wurde Askey in einer NSN-Pressemitteilung zitiert.
Zuvor war der NSN-Profi in der vorentscheidenden Spitzengruppe dabei, die den Sieg unter sich ausmachen sollte. Allerdings war Askey dort auf sich allein gestellt. “Ehrlich gesagt war das Rennen für mich taktisch sehr schwer zu meistern, da ich in der Spitzengruppe als Einzelkämpfer unterwegs war, während die anderen Teams jeweils mit zwei Fahrern vertreten waren“, erzählte er Askey hinzu. "Es war also eine echte Herausforderung: Ich musste genau abwägen, welche Fahrer die Lücke wieder zufahren würden, und bei jeder Attacke stets im Blick behalten, wie viele Leute sich jeweils absetzten.“
Die Aufgabe bewältigte er mit Bravour und hatte dann noch genügend Körner übrig, um nicht nur den knapp zwei Kilometer vor dem Ziel enteilten Florian Vermeersch (UAE – Emirates – XRG) noch am Michaelsgate zu stellen und abzuschütteln, sondern sich auf der finalen Zielpassage das Verfolgerduo Ganna und Wellens um zwei Sekunden auf Distanz zu halten.
“Ich bin vor allem mit Blick auf die Gesamtwertung hierhergekommen“, meldete der erste Träger des Grünen Führungstrikots nun seine Ambitionen auf den Rundfahrtsieg an – es wäre der erste in seiner Karriere, nachdem er sich im vergangenen Jahr bei den Vier Tagen von Dünkirchen noch mit Rang zwei hatte begnügen müssen.
Beim Heimspiel hatten Askey und die NSN-Teamleitung schon dem Auftakt große Bedeutung beigemessen. “Mir war schon klar, dass diese Etappe gewissermaßen über den Verlauf der gesamten Woche entscheiden würde. Viele haben vielleicht nicht mit so großen Zeitabständen gerechnet, wir aber schon. Ich musste heute Leistung zeigen, um zu beweisen, dass ich das Zeug dazu habe, um den Gesamtsieg mitzufahren.“ Das gelang Askey auf beeindruckende Weise, so dass er abschließend anfügen konnte: “Von daher bin ich wirklich zufrieden.“
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