“Warum wurde auf meine Stimme verzichtet?“

Degenkolb äußert sich zur “Angstkultur“ bei Picnic

Von Jan Zesewitz

Foto zu dem Text "Degenkolb äußert sich zur “Angstkultur“ bei Picnic"
John Degenkolb fuhr zehn Jahre für Picnic - PostNL. | Foto: Cor Vos

19.10.2026  |  (rsn) – John Degenkolb hat sich zu den Berichten in der NOS und im Podcast “In de Waaier“ zur “Angstkultur“ bei seinem Team Picnic – PostNLgeäußert unud seine eigene Sicht der Dinge wiedergegeben. Der 38-Jährige fuhr von 2012 bis 2016 und ab 2022 für das Team und seine Vorgänger. Degenkolb meldete sich nach einem Urlaub auf den Sozialen Netzwerken zu dem Fall.

“Ich habe in zehn meiner 16 Profijahre bei Picnic – PostNL nie eine “Angstkultur“ erlebt – weder vor noch nach meiner bewussten Rückkehr ins Team im Jahr 2022“, schrieb der Deutsche, der auch Kritik an der Recherche übte. “Kritische Stimmen müssen gehört und ernst genommen werden. Für eine faire und ausgewogene Aufarbeitung sollten jedoch alle relevanten Perspektiven berücksichtigt werden. Unser Team umfasst rund 160 Mitarbeitende, darunter etwa 60 Fahrer*innen pro Saison. Bei einer 18-jährigen Teamgeschichte gibt es sicher 71 Menschen mit negativen Erfahrungen – aber ausschließlich negative?“

Degenkolb wünschte sich, auch er wäre bei den Arbeiten zu den Enthüllungen gehört worden und sprach die hauptsächlich beteiligten Journalisten Thijs Zonneveld und Nando Boers direkt an: “Warum wurde auf Stimmen wie meine und vieler anderer in der Recherche verzichtet?“

In den Berichten hatte sich unter anderem der ehemalige Fahrer Martijn Tusveld zu der negativen Atmosphäre geäußert, insbesondere Sportchef Rudi Kemna wurde scharf kritisiert. Auch andere Fahrer erklärten in der Zwischenzeit ihre Fürsprache oder Opposition zu den Recherchen in der niederländischen Presse.

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