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13.05.2007 | (Ra) - Eigentlich müsste man beim Team Liquigas nur zufriedene Gesichter vorfinden: Beim Mannschaftszeitfahren zum Giro-Auftakt war die italienische Mannschaft das stärkste Team und brachte ihre stärksten Fahrer Danilo Di Luca, Franco Pellizotti und Vincenzo Nibali für die nächsten Tage in eine sehr gute Ausgangsposition.
Allerdings war Teamkapitän Danilo Di Luca alles andere als zufrieden mit der Ankunft beim Mannschaftszeitfahren: Nicht er - der Kapitän - überquerte den Zielstrich als erster, sondern Teamkollege Enrico Gasparotto, der somit auch ins Rosa Trikot schlüpfte.
Auf den letzten Metern hörte man Di Luca schreien, dass sein Teamkollege langsam machen sollte - dieser hörte den Zuruf jedoch nicht - oder wollte ihn nicht hören? Auf jeden Fall fuhr Sprinter Gasparotto als erster des Teams über die Ziellinie und durfte sich das begehrte Rosa Trikot des Gesamtführender überstreifen.
Nach dem Rennen überspielte Di Luca seinen Frust: "Das war ein großartiger Sieg des Teams. Ich bin nicht verärgert. Wichtig war, dass wir als Team gewonnen haben", so der ProTour Gesamtsieger von 2005.
Gasparotto hingegeben gab im Ziel seinen Fehler zu: "Ich habe nicht gehört, dass mich Danilo zum Bremsen aufgefordert hatte. Es war ein Fehler von mir, an erster Stelle ins Ziel zu fahren. Danilo ist der große Champion, nicht ich", sagte Gasparotto. "Danilo hat uns über den letzten Berg geführt, er hätte auch das Trikot bekommen müssen."
Gasparotto betonte aber auch, dass er nicht "vorsätzlich" ins Rosa Trikot gefahren sei. ,,Ich habe gehört, dass wir nur einen knappen Vorsprung hätten. Da bremst man kurz vor dem Ziel nicht mehr. Zu keiner Zeit kam mir der Gedanke, dass der erste im Ziel auch der Gesamtführende sein wird. Außerdem habe ich vergessen, dass die Zeit nicht nach dem ersten Fahrer, sondern erst nach dem fünften genommen wird."
Quelle: cyclingnews.com
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