Paris-Nizza: Stimmen zur 2. Etappe

Wegmann: Plötzlich lag das halbe Feld auf der Straße

11.03.2008  |  (rsn) – Gert Steegmans (Quick Step) konnte sich in Frankreich bei „belgischen Verhältnissen“ über seinen zweiten Sieg hintereinander freuen, der Norweger Thor Hushvod (Credit Agricole) bekam auf den letzten Kilometern einen Hungerast. Milrams Sportlicher Leiter Raoul Liegbregts beklagte einen „furchtbar unglücklichen Tag", und auch Gerolsteiners Sportlicher Leiter Christian Wegmann sah sein halbes Team auf der Straße liegen. Die Stimmen zur Etappe:

Gert Steegmans (Quick Step, Etappensieger): Es war sehr kalt und regnerisch und deshalb war das Feld im Finale wohl auch nicht gut organisiert. Es gab mehreren Attacken und nach der letzten waren wir vier übrig. Ich konnte es nicht auf einen Massensprint ankommen lassen. Vor allem, als Gilbert aus der Verfolgergruppe heraus attackierte. Er ist sehr gefährlich, wenn Du ihn ziehen lässt. Es stimmt, ich mag diese leicht ansteigenden Finals. Ich bin wahrscheinlich der schwerste Fahrer im Feld, der Berge mag.

Thor Hushovd (Credit Agricole, Gelbes Trikot): Es war ein langer und kalter Tag mit viel Regen. Irgendein Fahrer attackierte in der letzten Abfahrt. Ich folgte ihm und plötzlich war ich allein vorne. Dann habe ich rund fünf Kilometer vor dem Ziel einen Hungerast bekommen. Ich habe noch schnell was gegessen, aber im Finale war ich total platt. Schließlich waren wir vier Fahrer und der Stärkste von uns gewann. Heute der Tag war schwer genug, morgen bin ich schon froh, wenn ich durchkomme. Wir werden sehen.“

Damiano Cunego (Lampre): Ich bin bei der Valencia-Rundfahrt krank geworden und habe mich davon bis jetzt noch nicht erholt. Gestern hatte ich Fieber und habe sechs Minuten verloren. Für heute hatte ich mir vorgenommen auszusteigen, wenn das Wetter weiterhin so schlecht sein würde." (Cunego hielt durch und beendete die Etappe in der ersten Verfolgergruppe, d. Red.

Raoul Liegbregts (Sportlicher Leiter Team Milram): „Das war ein furchtbar unglücklicher Tag für uns. Nach so einer Etappe müssen wir als sportliche Leitung unsere Fahrer wieder aufbauen. So wie es aussieht, sind alle von schwereren Verletzungen verschont geblieben. Hoffen wir, dass es morgen besser läuft.“

Christian Wegmann (Sportlicher Leiter Gerolsteiner): "In einer Abfahrt lag plötzlich das halbe Feld auf der Straße, unter anderem auch Rebellin, Kohl, Moletta und Westphal. Alles ging so weit glimpflich aus. Und Davide hat auch noch den Anschluss geschafft. Das war das Wichtigste heute. Er hat sich seine Chancen gewahrt."

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