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02.05.2009 | (rsn) – Am heutigen Tag stand also das Mannschaftszeitfahren an. Die augenscheinlich kurze Distanz von 15 Kilometer erwies sich beim Training am Mittag als wesentlich anspruchsvoller als das Profil des Tourbuchs erwarten ließ.
Schon kurz nach dem Start folgte ein sechs Kilometer langer, stufenartiger Anstieg, der nur kurze Passagen zum Erholen beinhaltete. Beim ersten Abfahren des Kurses zeigte sich ein starkes Leistungsgefälle innerhalb unserer Mannschaft, was für ein gutes Ergebnis alles andere als förderlich ist. Deshalb wurde die Strategie wurde auf einen verhaltenen Start ausgelegt, um mit möglichst allen Fahren die letzten Kilometer bestreiten zu können.
Im Rennen konnten wir das auch gut umsetzten. Frantisek Rabon, Marco Pinotti und ich übernahmen als vermeintlich stärkste Zeitfahrer die Verantwortung und entlasteten mit langen Führungen unsere Teamkollegen. Nach der Hälfte der Distanz bekamen wir über Funk mitgeteilt, dass wir mit vier Sekunden Vorsprung die Bestzeit hatten. Allerdings konnten zu diesem Zeitpunkt Mark Cavendish und Michael Barry dem Tempo nicht mehr folgen.
Die Schwierigkeit lag nun darin, mit möglichst wenig Risiko die technisch anspruchsvoll Abfahrt zu nehmen, ohne weitere Fahrer zu verlieren – was uns auch gelang.
Im Ziel konnten wir dann den Vorsprung noch soweit ausbauen, dass wir neben dem Etappensieg auch wieder das Gelbe Trikot in unseren Reihen haben.
Es ist ein tolles Gefühl als Mannschaft zusammen zu kämpfen und am Ende in dieser Art belohnt zu werden. Beflügelt von diesem Sieg werden wir morgen alles daran setzten, unsere Leistung zu bestätigen und das Trikot zu verteidigen!
Bis morgen
Tony
Tony Martin (Columbia-Highroad) zählt zu den größten deutschen Talenten und bestreitet zum Abschluss einer langen Frühjahrssaison die Tour de Romandie. Im Tagebuch auf Radsport News berichtet der 24-jährige aus Eschborn bei Frankfurt über seine Erlebnisse auf und neben der Strecke.
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