Kopp: Verhandlung 14 Monate nach positivem Test

"Ich musste mich um meine Bestrafung kümmern"

Von Christoph Adamietz

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David Kopp

Foto: ROTH

04.11.2009  |  (rsn) – Das Warten hat für David Kopp ein Ende. 14 Monate nach seinem positiven Kokaintest bei einem „Kirmes-Rennen“ in Belgien wird der Fall in Brüssel verhandelt. „Am 10 November findet die Verhandlung statt“, sagte Kopp am Dienstag zu Radsport News. Der 30-Jährige musste so lange auf einen Gerichtstermin warten, weil lange Zeit die Zuständigkeit nicht geklärt war.

„Weder der flämische Verband noch der BDR hat sich zuständig gefühlt. Die UCI hat versucht zu vermitteln, lange Zeit aber ohne Lösung“, so Kopp weiter. Vor drei Wochen kam schließlich das Schreiben vom flämischen Verband, in dem ihm mitgeteilt wurde, dass dieser sich seines Falles annehmen werde.

Zuvor musste Kopp gemeinsam mit seinem Anwalt Michael Lehner selbst aktiv werden und mehrmals mit den diversen Verbänden Kontakt aufnehmen. Kopp: „Das war schon makaber. Ich habe mich quasi um meine eigene Bestrafung gekümmert.“

Jetzt hat der Kölner sein erstes Ziel erreicht - sein Fall wird verhandelt. „Auf den Verlauf und das Urteil bin ich sehr gespannt“, sagte Kopp. Der Ex-Gerolsteiner-Profi hofft, um die Maximalsperre von zwei Jahren herumzukommen. Kopp: „Ich habe eine Sperre verdient, da ich Mist gebaut habe, aber auch einen fairen Umgang. Ich hätte die Situation ausnutzen, in der letzten Saison eine Lizenz lösen und als Amateur fahren können. Das habe ich nicht gemacht, da das ein schlechtes Signal gewesen wäre. Außerdem habe ich mich immer kooperativ gezeigt.“ Kopp kündigte an, jedes Urteil akzeptieren zu wollen. 

Kopp hätte sich eine schnellere Abwicklung seines Falls gewünscht, zeigte sich aber auch selbstkritisch „Der Fehler war ja nicht, dass es so lange gedauert hat, sondern dass es überhaupt zu dem positiven Test gekommen ist. Da ist die Schuld bei mir zu suchen. Ich habe mich einfach nicht professionell verhalten“, so der 30-Jährige. Ganz gleich, wie die Verhandlung in Belgien letztlich ausgeht - der Klassikerspezialist hat schon Pläne für die Zukunft: „Ich bin fest entschlossen wieder Radrennen zu fahren. Seit längerem trainiere ich wieder regelmäßig und befinde mich in ganz guter Form.“

Kopp hat sich noch nicht um einen neuen Arbeitgeber bemüht, denn „ich möchte jetzt erst einmal den Urteilsspruch abwarten.“ Kopp war am 11. September 2008 bei einem belgischen Kirmes-Rennen positiv auf Kokain getestet worden, behauptet aber, die Droge nicht wissentlich zu sich genommen zu haben. Er habe sich "wegen privater Probleme" zwei Tage vor dem Wettkampf auf einer Party „extrem betrunken“ und geht davon aus, dass ihm jemand dabei etwas ins Glas geschüttet hat.

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