Triumph bei Gent-Wevelgem

Eisel füllt Columbias Klassikerlücke

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Bernhard Eisel (HTC-Columbia) auf dem Podium von Gent-Wevelgem Foto: ROTH

28.03.2010  |  (rsn) - Bernhard Eisel (HTC-Columbia) hat mit seinem Sieg bei der 72. Auflage von Gent-Wevelgem den Weggang zahlreicher Klassikerspezialisten wie George Hincapie, Marcus Burghardt oder Edvald Boasson Hagen vergessen gemacht. Der 29 Jahre alte Österreicher, der sich in den vergangenen Wochen bereits in sehr guter Form präsentierte, bewies am Sonntag, dass er die Lücke füllen kann, die das Trio am Ende der vergangenen Saison bei Columbia hinterlassen hat.

Bereits mit Platz acht bei Het Nieuwsblad machte der Steirer Ende Februar auf sich aufmerksam. Es folgten ein überzeugende Auftritte bei Tirreno-Adriatico und Mailand-San Remo und nun der bisher größte Erfolg in der Karriere des Eintagesspezialisten. „Etappengewinne bei der Tour de Suisse waren gut und dort das Führungstrikot zu tragen war auch etwas Besonderes“, sagte Eisel nach dem Rennen. „Aber das hier ist Gent-Wevelgem. Es ist ein großer Klassiker und es war immer einer meiner größten Träume, so ein Rennen zu gewinnen.“

Mit dem Triumph stellte sich auch die Entscheidung der Teamleitung als richtig heraus, auf einen Start beim E3 Prijs am Samstag verzichtet zu haben. „Es war die richtige Entscheidung, stattdessen am Samstag die neuen Gent-Wevelgem-Anstiege zu inspizieren“, erklärte Eisel. „Wir waren heute ausgeruht und in einer guten Verfassung. Wir wussten, was uns erwartete und waren darauf vorbereitet.“

Im Finale konnte Eisel zudem auf die Unterstützung seines Teams vertrauen. „Ich war mit einer guten Form am Start, aber meine Mannschaftskollegen haben mir wirklich geholfen, mich in eine gute Position für den Sieg zu bringen. Jeder hat einen tollen Job gemacht, aber ich möchte hier Matt Goss und Hayden Roulston namentlich erwähnen“, lobte der Sieger die beiden Columbia-Neuzugänge.

Nach seinem Triumph in Wevelgem zählt Eisel auch zum Favoritenkreis für die kommenden Klassiker. Der souveräne Sieg vom Sonntag hat ihm jedenfalls viel Selbstvertrauen gegeben. „Wer weiß, was bei der Flandern-Rundfahrt und Paris-Roubaix passieren kann“, so Eisel mit Blick auf die beiden großen Frühjahrsklassiker, die am 4. und 11. April auf dem Programm stehen.

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