WM-Kolumne / U23-Zeitfahren

Kittel hat seine Weltklasse wieder bewiesen

Von Patrick Gretsch

Foto zu dem Text "Kittel hat seine Weltklasse wieder bewiesen"
Patrick Gretsch (HTC Columbia) Foto: ROTH

29.09.2010  |  (rsn) - Eine Weltmeisterschaft ist immer etwas ganz Besonderes. Man benötigt bei so einem großen Ereignis auch das nötige Quäntchen Glück. Ich selbst habe es zwei Jahre im Zeitfahren versucht und es hat auch leider nie zum Trikot gereicht. Marcel Kittel hat dieses Jahr wieder sein großes Talent unter Beweis gestellt und eindrucksvoll bestätigt, dass er zu den weltbesten Zeitfahrern im Nachwuchsbereich zählt.

Momentan gibt es wirklich viele Talente in der U23 und meiner Meinung nach haben sich die Besten auch am Ende durchgesetzt. Wirkliche Überraschungen gab es für mich nicht.

Marcel ist meiner Meinung nach das Rennen nicht zu langsam angegangen. Er ist schon der Typ Fahrer, der sich sein Rennen gut einteilt und den Bildern nach zu urteilen, sah es für mich nicht so aus, als ob er sich in der ersten Runde großartig geschont hätte.

Taylor Phinney ist auch nicht ganz so schnell angegangen und hat letzten Endes knapp gewonnen. Ich glaube, jeder muss da für sich selbst einen guten Kompromiss finden. Ich denke, das ist Marcel gelungen und er kann mit seinem Rennen sehr zufrieden sein.



Neo-Profi Patrick Gretsch fährt seit dieser Saison für das HTC-Columbia-Team. In der letzten Saison holte der 23-jährige Erfurter m WM-Zeitfahren der Klasse U23 die Bronzemedaille, im Jahr davor war er sogar Zweiter. Auch bei den Profis wusste Gretsch in seiner Paradedisziplin mit Platz zwei bei den deutschen Meisterschaften, Platz zwei bei der Österreich-Rundfahrt, Rang sechs bei der Bayern-Rundfahrt und Platz zehn bei der Dauphiné Libéré zu gefallen. Den Sprung ins WM-Aufgebot hatte der Thüringer knapp verpasst.

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