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03.08.2011 | (rsn) – Vor knapp zwei Monaten ist Fabian Schnaidt (Team Bergstraße U23) Deutscher U23-Meister geworden und hat die Nachfolge von John Degenkolb angetreten, der in dieser Saison als Neo-Profi bei HTC Highroad für Furore sorgt.
Für den 20-jährigen Schnaidt hat sich durch diesen Coup einiges geändert. „Eigentlich war es mein Plan, nach diesem Jahr mit dem Radsport kürzer zu treten und mit dem Studium zu beginnen“, verriet er im Gespräch mit Radsport News. Mit dem Studium will der Rottenburger nach wie vor beginnen, der Radsport soll aber weiter eine gewichtige Rolle spielen. „Nach so einer Saison will ich es im nächsten Jahr auf jeden Fall noch einmal wissen", erklärte er.
Seit er das Meistertrikot trägt, wird Schnaidt auch in den Rennen ganz anders wahrgenommen. „Man spürt schon etwas mehr Respekt im Fahrerfeld. Aber auf der anderen Seite schauen auch viele, was ich mache und es wird bei einer Attacke von mir sofort nachgesetzt“, so der Sprintspezialist, der sich laut eigener Aussage aber auch über „kleine bis mittlere Anstiege mitquälen“ kann.
Dies wird er in den kommenden Wochen nicht nur im Trikot seines Teams Bergstraße tun. Schnaidt wird als Stagiaire für den Continental-Rennstall Seven Stones aktiv sein und auch für die Nationalmannschaft bei einigen Eintagesrennen an den Start gehen. „Ich hoffe, dort noch Ergebnisse einfahren zu können, um mich weiter für die WM in Kopenhagen empfehlen zu können“, erläuterte er seine weitere Saisonplanung.
Wie es in der kommenden Saison in sportlicher Hinsicht weitergehen wird, steht noch nicht fest. Zum einen ist der Fortbestand des Team Bergstraße noch nicht gesichert. „Ich hoffe aber, dass unser Teamleiter Danilo Carocci noch Geldgeber findet , um das Team zu retten", sagte Schnaidt.
Doch selbst wenn dies gelingen sollte, ist noch nicht gesagt, dass der Baden-Württemberger der Mannschaft weiterhin angehören wird. Nur eines ist klar: Bei den Profis, wie es bei seinen Vorgängern im Meistertrikot Degenkolb, Dominik Nerz oder Martin Reimer der Fall war, wird Schnaidt 2012 noch nicht landen. „Das wäre im nächsten Jahr sicher noch zu früh, denn ich bin in den letzten Jahren hauptsächlich Amateurrennen gefahren, bei denen das Niveau nicht so hoch ist wie bei international hochklassigen Rennen", sagte er.
Deshalb will Schnaidt einen Zwischenschritt bei einem Continental-Team einlegen, „um dort Härte und Erfahrung zu sammeln. Ob es dann für die erste oder zweite Liga reicht, wird sich zeigen“, setzt sich die Nachwuchshoffnung nicht unter Druck.
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