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08.04.2013 | (rsn) – Im vergangenen Jahr sorgte Sébastien Turgot (Europcar) mit Platz zwei bei Paris-Roubaix für eine kleine Sensation. Diesmal überraschte sein Landsmann und Teamkollege Damien Gaudin, der mit der ersten kleinen Verfolgergruppe 31 Sekunden hinter Fabian Cancellara (RadioShack-Leopard) und Sep Vanmarcke (Blanco) ins Ziel kam und Fünfter wurde.
Zudem bestätigte das Team von Manager Jean-René Bernaudeau den stetigen Aufwärtstrend in den Frühjahrsklassikern: Turgot belegte Rang zehn beim E3 Prijs, wurde Achter der Flandern-Rundfahrt und diesmal Zehnter in Roubaix, der aufgehende Stern Bryan Coquard überzeugte mit Platz 16 bei Gent – Wevelgem, Thomas Voeckler wurde Fünfter bei Dwaars Door Vlaanderen.
Dasselbe Ergebnis fuhr nun Gaudin in Ropubaix ein. „Ich denke, ich hatte gute Beine, denn um hier Fünfter zu werden, braucht man die”, lautete der erste, kurze Kommentar des 26-Jährigen im Ziel. Ein wenig enttäuscht war der Gewinner des Paris-Nizza-Prologs schon, schien doch das Podium greifbar nahe – zumal er mit seiner Attacke 50 Kilometer vor dem Ziel die Favoriten in Zugzwang brachte.
Am Ende reichte es – trotz einer weiteren Attacke 28 Kilometer vor dem Ziel - aber nicht für einen der ersten drei Plätze. „Das ist wirklich schade, aber ich hatte im Finale Krämpfe und konnte nur auf meine Courage setzen. Aber es war ein super Tag für mich. Ich kann glücklich sein mit meinem Rennen und der Art und Weise, wie ich attackierte“, sagte Gaudin, der vor sechs Jahren die U23-Ausgabe von Paris-Roubaix gewonnen hatte, doch erst in dieser Saison den Durchbruch schaffte.
Angesichts seines für einen Klassikerspezialisten noch geradezu jugendlichen Alters bleiben Gaudin noch einige Möglichkeiten, um den Traum der Franzosen von einem Heimsieg bei der „Königin der Klassiker“ wahr werden zu lassen. Seit 1997, als Frédéric Guesdon im Velôdrom von Roubaix den begehrten Pflasterstein in die Höhe reckte, ist es keinem Franzosne mehr gelungen, das Rennen zu gewinnen. Gaudin könnte in den kommenden Jahren der nächste sein. Davon scheint er selbst auch überzeugt.
„Ich hatte dieses Jahr schon Ambitionen und ich werde nächstes Jahr wieder mit den gleichen Ambitionen hier sein”, kündigte Gaudin selbstbewusst an.
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