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10.02.2014 | (rsn) - Der Tag begann eigentlich ganz gut. Die Regenwolken hatten sich längst verzogen und die Sonne strahlte wieder. Blieb einzig noch der Wind, der einem Sorge bereiten konnte.
Vor dem Start bekam ich noch super Inputs von unseren Kapitänen. Speziell Martin Elmiger und Heino (Heinrich Haussler, d. Red.) hatten mich mental super auf das Rennen eingestellt. Mache den Wind zu deinem Freund, nicht zu deinem Feind – so war die Botschaft.
Ich war richtig motiviert und wollte unbedingt meinen gestrigen schwarzen Tag wieder gut machen. Schon kurz nach dem Start ging es auch schon auf die Kante und ich war ganz vorne in der ersten Gruppe mit dabei. Das war ein super Gefühl und gab mir noch mehr Motivation.
Da nach 80 Kilometer die Straße wieder drehte, fuhren wir voll gegen den Wind. Das hatte zur Folge, dass das Tempo einschlief und viele abgehängte Fahrer wieder aufschließen konnten.
Das ganze Spiel ging somit wieder von vorne los. Auf die nächste Kurve zu wurde einmal mehr um jede Position gekämpft. Ob ihr es glaubt oder nicht, aber genau als wir abbogen, hatte ich schon wieder einen Plattfuß!!! Es war wirklich zum Verzweifeln.
Es sollte aber noch schlimmer kommen. Nachdem ich von unserem Mechaniker ein neues Rad bekommen hatte, versuchte ich in der Wagenkolonne den Anschluss ans Feld wieder herz stellen. Bei Tempo 60 wurde ich dann von einem Astana-Fahrer abgeschossen. Ich knallte voll auf den Asphalt und sah die Autos auf mich zu rasen. Mein Herz blieb für einen kurzen Moment stehen, alle möglichen Szenarien schossen mir durch den Kopf.
Die Sportlichen Leiter hinter dem Steuer der Begleitfahrzeugen haben zu meinem Glück super reagiert und konnten rechtzeitig bremsen und ausweichen! Deshalb bin ich im Moment einfach nur froh, dass nicht mehr passiert ist. Nichts gebrochen und Haut wächst ja bekanntlich wieder nach...
Bis morgen
Euer Marcel
Marcel Aregger bestreitet für den Schweizer Zweitdivisionär IAM seine zweite Profisaison. Im Tagebuch auf radsport-news.com wird der 23-Jährige über seine Erlebnisse auf und neben der Strecke der Katar-Rundfahrt berichten.
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