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13.02.2014 | (rsn) - Ob in Europa oder hier in Katar, der Tagesablauf bei den Rennen ist eigentlich meistens gleich. Zwischen acht und neun Uhr klingelt der Wecker. Je nach Startzeit hat man dann bis etwa zehn Uhr Zeit, seine Speicher zu füllen. Die einen machen dies klassisch mit Pasta, aber immer mehr Fahrer essen ganz normal Brot, Eier, Müsli etc.
Um Stress zu vermeiden, geht`s dann auch schon bald los zum Start. Noch ein letztes Meeting und die Etappe kann in Angriff genommen werden. Nach dem Rennen stehen unsere Betreuer bereit mit Protein-Shakes, Früchten, etwas zu essen und zu trinken. Muss man nicht zum Podium oder zur Dopingkontrolle, geht`s dann so schnell wie möglich zurück ins Hotel. Die Erholung hat jetzt oberste Priorität. Auf dem Programm stehen nur noch Massage, Abendessen und schlafen.
Hier in Katar ist einfach alles eine Stufe pompöser. Die Früchte werden von einem sehr fleißigen Mitarbeiter frisch geschält und in Stücke geschnitten. Das Omelett wird für jeden persönlich zubereitet. Auf jedes kleinste Detail wird geachtet und bereits auf der Fahrt zum Start wird die Straße für uns gesperrt. So könnte ich noch zig weitere Beispiele aufzählen...
Noch kurz zum heutigen Rennen. Da der Wind heute nicht ganz so günstig für Attacken wehte und alle vom gestrigen Tag etwas müde Beine hatten, war es ein ganz angenehmer Tag. Im Vergleich zu gestern war die Etappe mit einem guten 40er Schnitt schon fast eine Bummelfahrt. Einzig im Finale wurde es kurz etwas hektisch und schnell.
Mit Pelucchi hatten wir einen super schnellen Mann in unseren Reihen. Es war jedoch sehr wichtig, dass wir ihn als Mannschaft vorne in den Sprint bringen. Dies hat heute leider überhaupt nicht geklappt. Ich fasse mir auch ganz klar selbst an die Nase.
Ich war heute einfach noch viel gehemmt, um voll vorne rein zu halten. Mein Selbstvertrauen wächst aber wieder von Tag zu Tag. Ich bin überzeugt, dass wir das schon bald um einiges besser hin kriegen! Trotz der nicht optimalen Teamleistung platzierte sich Matteo auf dem guten fünften Rang!
Bis morgen
Euer Marcel
Marcel Aregger bestreitet für den Schweizer Zweitdivisionär IAM seine zweite Profisaison. Im Tagebuch auf radsport-news.com wird der 23-Jährige über seine Erlebnisse auf und neben der Strecke der Katar-Rundfahrt berichten.
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