UCI beschließt umfangreiche Reformen

WorldTour nach Testphase künftig mit weniger und kleineren Teams

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28.03.2014  |  (rsn) – Bei seinem ersten Treffen hat der neu installierte Professional Cycling Council (PCC) unter der Leitung seines neuen Präsidenten David Lappartient in Montreux in der Schweiz ebenso weit reichenden wie komplexen Reformen zugestimmt. Die sollen in den kommenden beiden Jahren eine Testphase durchlaufen, bevor sie dann zur Saison 2017 verpflichtend in Kraft treten, wie der Radsportweltverband UCI mitteilte.

Demnach wird die oberste Division in zwei Gruppen aufgeteilt, die Größe der Teams auf maximal 22 Fahrer beschränkt. Jeder dieser Rennställe muss ein eigenes Nachwuchsteam mit acht bis zehn Fahrern unterhalten. Die oberste Liga wird 16 Mannschaften umfassen, die 120 Renntage im Jahr absolvieren, unter anderem bei den großen Rundfahrten, den Klassikern sowie weiteren bedeutenden Mehretappenrennen. In der neu eingeschobenen „1b-Liga“ werden acht Mannschaften mit nur 50 obligatorischen Renntagen geführt. Die bisherige zweite (Professional Continental) und dritte (Continental) Division bleiben unverändert.

In dem Beurteilungsverfahren zur Aufnahme in die oberste Liga sollen nicht nur wie bisher sportliche, finanzielle, ethische und organisatorische, sondern auch weitere Kriterien wie Betreuung der Fahrer und Fortbildung der Mitarbeiter angewendet werden. In der Testphase haben zunächst zehn Teams die Möglichkeit, sich freiwillig diesem Schema zu unterziehen, bevor Ende 2015 alle ProTeams testweise neu bewertet werden. Erst im Jahr darauf wird – sollten sich die neuen Regeln bewährt haben – auf alle Mannschaften der neue Kriterienkatalog obligatorisch angewendet.

Für die kommenden beiden Saisons werden die 16 besten ProTeams, die auch alle anderen Kriterien erfüllen, eine World Tour-Lizenz erhalten. Dazu kommen zwei weitere Mannschaften (ProTeam, Professional Continental Team oder ein neues Team). Ausschlaggebend dafür wird sein, wieviele Punkte ihre fünf erfolgreichsten Fahrer in der Einzelwertung der UCI-Weltrangliste sammeln konnten.

Der PCC stimmte auch einem Moratorium für World Tour Events zu: Bis 2017 werden keine neuen Rennen mehr in die oberste Kategorie aufgenommen. Zudem soll die Zusammenarbeit mit dem Mouvement pour un cyclisme crédible (MPCC) – Bewegung für einen glaubwürdigen Radsport – intensiviert werden. Die Team-Vereinigung, der mittlerweile 27 Mitglieder umfasst, hat sich im Anti-Dopingkampf strikteren Regeln unterworfen. Wie genau die Kooperation aussehen könnte, wurde nicht erklärt.

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