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10.10.2014 | (rsn) - Luka Mezgec hat in Zhangjiakou den Auftakt der Peking-Rundfahrt gewonnen. Der Slowene vom Team Giant-Shimano, der die Rundfahrt im vergangenen Jahr mit dem Sieg auf der Schlussetappe abgeschlossen hatte, setzte sich auf dem in Chong Li gestarteten und 167 Kilometer langen ersten Teilstück des fünftägigen Rennens im Massensprint vor Caleb Ewan (Orica-GreenEdge) aus Australien und dem US-Amerikaner Tyler Farrar (Garmin-Sharo) durch.
„Es ist fantastisch, so hierher zurückzukommen“, freute sich der 26-jährige Mezgec nach seinem sechsten Saisonsieg. „Hoffentlich können wir jetzt auch so weitermachen.“
Farrar hatte den Sprint auf den letzten 200 Metern eröffnet, doch der Giant-Sprinter saß am Hinterrad des 30-Jährigen und spurtete letztlich doch noch an diesem vorbei vorbei. Die höchste Engeschwindigkeit allerdings hatte Ewan, der in der letzten Kurve noch weiter hinten platziert war und erst auf den letzten Metern nach vorne kam. Der mit 20 Jahren jüngste Mann im Peloton rauschte damit nur knapp an seinem ersten WorldTour-Etappensieg vorbei und zeigte an, dass er mit etwas besserer Positionsarbeit in den nächsten Tagen Mitfavorit sein wird.
Vierter wurde der Italiener Sacha Modolo (Lampre-Merida) vor dem Belgier Nikolas Maes (Omega Pharma – Quick-Step) und Moreno Hofland (Belkin) aus den Niederlanden. Der Australier Steele Von Hoff (Garmin-Sharp), der Niederländer Danny Van Poppel (Trek), Italiens Davide Appollonio (Ag2r-La Mondiale) und Olivier Le Gac (FDJ.fr) aus Frankreich komplettierten die Top Ten.
Mezgec übernahm durch den Etappensieg selbstverständlich auch die Führung im Gesamtklassement sowie in der Punktewertung vor Ewan und Farrar. Einzig das Bergtrikot gehört nun dem Belgier Tosh Van der Sande (Lotto-Belisol), der gemeinsam mit Jeremy Roy (FDJ.fr) aus Frankreich und dem Deutschen Julian Kern (Europcar) gleich nach dem Start die Ausreißergruppe des Tages bildete.
Das Trio machte unterwegs alle Zwischensprints und Bergwertungen unter sich aus und hatte zwischenzeitlich bis zu 8:15 Minuten Vorsprung. Dabei gewann Van der Sande alle Bergpreise und übernahm somit das Trikot des besten Kletterers, bevor er 45 Kilometer vor dem Ziel ins Feld zurück fiel.
Wenig später folgte ihm auch Kern, der den ersten Sprint gewonnen und am zweiten Rang zwei belegt hatte, und ließ Roy somit als Solisten weiterfahren. Der Franzose hielt sich noch bis 20 Kilometer vor dem Ziel an der Spitze und wurde dann ebenfalls vom Peloton eingeholt, in dem hauptsächlich Sky für Tempo sorgte. Roy durfe sich mit dem Preis des kämpferischsten Fahrers trösten.
Im Finale bauten auch Lotto-Belisol und Giant-Shimano neben Sky ihren Sprintzug auf, während Filippo Pozzato Mitfavorit Modolo am Hinterrad von Ben Swift ablieferte. Dem Briten aber gingen, genau wie seinem Team, auf dem Schlusskilometer die Kräfte aus, und er spielte keine Rolle im Sprint.
Die beste Anfahrt hingegen erwischte Omega Pharma – Quick-Step, das Maes ideal auf die kurze Zielgerade brachte. Der aber konnte dem Antritt von Farrar, Mezgec und schließlich auch Ewan nichts mehr entgegensetzen.
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