Cross-DM U23: Platz fünf nach Defekt und Sturz

Paul Lindenau erlebt in Borna ein unschönes Déjà-vu

Von Felix Mattis aus Borna

Foto zu dem Text "Paul Lindenau erlebt in Borna ein unschönes Déjà-vu"
Paul Lindenau war bei der Cross-DM in Borna im Pech. | Foto: Cor Vos

10.01.2015  |  (rsn) – Nach seinem souveränen Gesamtsieg im Deutschland-Cup musste Paul Lindenau (Stevens Racing Team) im U23-Rennen der Deutschen Meisterschaften in Borna einen Rückschlag hinnehmen und wurde dabei schmerzhaft ans Vorjahr erinnert. Schon damals nämlich wurde er in der ersten Runde des Junioren-Rennens bei den Titelkämpfen in Döhlau ans Ende des Feldes zurückgeworfen, und dasselbe passierte ihm nun erneut.

Nachdem er gemeinsam mit seinem Bruder Max Lindenau einen beeindruckenden Start hingelegt hatte, riss dem 18-Jährigen ausgangs des Depots das Schaltwerk ab. Er musste zurückspurten, um das Rad zu wechseln und anschließend von hinten durch das Feld pflügen. „Ich bin zunächst gut zurückgekommen, lag kurzfristig auf Platz drei oder vier“, schilderte er radsport-news.com sein Rennen. „Da habe ich noch auf Silber gehofft, aber die anderen drei sind super gefahren und ich habe immer wieder ein paar Fehler gemacht. Beine und Kopf waren schwer.“

Vor allem psychisch war der Rückschlag nach dem guten Start schwer wegzustecken. „Dadurch, dass ich mit der Situation schon mal umgehen musste, wusste ich, dass man noch aufs Treppchen fahren kann. Dadurch war ich relativ locker“, so Lindenau, der bei den Junioren im vergangenen Jahr noch auf Rang drei landete. „Aber trotzdem nimmt der Kopf immer etwas mit von so einem frühen Defekt.“

Wichtig sei deshalb die Unterstützung am Streckenrand gewesen. „Man muss immer hören, wie der Abstand ist und wie man von außen aussieht – ob die Freunde und der Trainer sagen, dass noch etwas geht oder ob man auf Platz halten fahren soll“, meinte der Hamburger, der beim Aufsaugen der Informationen von außen aber auch selektiert. „Freunde stehen immer hinter einem. Aber ganz besonders wichtig ist das, was der Trainer sagt. Denn der schaut einem ja auch im Training ständig in die Augen und kann deshalb erkennen, wie es einem geht und was noch möglich ist. Das war eine gute Hilfe!“

Die Schlussrunde nahm Paul Lindenau schließlich als Viertplatzierter in Angriff – ohne jede Chance, noch eine Medaille abzugreifen. Und am Ende musste er sich mit dem fünften Platz zufriedengeben, denn ein Sturz auf der allerletzten Abfahrt – „da habe ich mich überschlagen“ – sorgte dafür, dass auch sein zwei Jahre älterer Bruder Max noch einmal vorbeizog.

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