Bora-Argon 18 imponiert bei Paris-Roubaix

Poitschke: „Das war der Höhepunkt unserer Klassiker"

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Ralf Matzka (Bora-Argon 18) fuhr bei Paris-Roubaix in der Ausreißergruppe des Tages | Foto: Cor Vos

13.04.2015  |  (rsn) – Ralph Denk und die Sportliche Leitung von Bora-Argon 18 hatten gleich doppelten Grund, sich über die 113. Auflage von Paris-Roubaix zu freuen. Denn mit Ralf Matzka und Andreas Schillinger zählten am Sonntag gleich zwei Bora-Profis zu den Protagonisten bei der „Königin der Klassiker“.

Der 25-jährige Matzka war – wie schon vor Wochenfrist bei der Flandern-Rundfahrt – einer der Ausreißer des Tages und hielt sich rund 170 Kilometer in der Spitzengruppe, der sechs Jahre ältere Schillinger übernahm im Finale und sorgte für das bisher bester Ergebnis des deutschen Zweitdivisionärs bei bisher fünf Paris-Roubaix-Teilnahmen.

Der Amberger sprintete im berühmten Velodrome rund eine Minute hinter dem siegreichen John Degenkolb (Giant-Alpecin) in der 14-köpfigen Verfolgergruppe mit Alexander Kristoff (Katusha) und Titelverteidiger Niki Terpstra (Etixx-Quick-Step) um Platz zehn. Es langte schließlich zu Rang 16 – womit sein Sportdirektor Enrico Poitschke sehr zufrieden war.

„Andreas hatte heute die Aufgabe, am Anfang nicht zu attackieren und Kräfte für das Finale zu sparen. Er hat in den letzten Wochen gezeigt, dass er in einer sehr guten Verfassung ist und dass ihm das Rennen liegt. Die Jungs haben ihn sehr gut unterstützt, bei den Pflasterstücken in einer sehr guten Position zu sein. Er hat sich am Ende durchgekämpft und mit einer super Leistung ein tolles Ergebnis eingefahren“, lobte Poitschke seinen Routinier, der bei allen seinen fünf Teilnahmen auch ins Ziel kam.

Doch der Bora-Sportchef freute sich auch über Matzkas Leistung, der erneut die Farben des Rennstalls in der Ausreißergruppe präsentiert hatte. „Ralf hat es wieder geschafft, in die Gruppe zu gelangen. Das war heute noch stärker umkämpft und schwerer als in der letzten Woche. Umso wichtiger war es, dass wir dieses Ziel umsetzen konnten. Wie er an der Spitze gefahren ist, war noch einmal eine Steigerung im Vergleich zu Flandern. Einfach eine tolle Leistung“, so Poitschke über den Frankfurter.

Bora-Argon 18 gehörte auch zu den Mannschaften, die bei bestem Frühlingswetter die Mehrheit der Fahrer ins Ziel bracht, nach Schillinger kämpften sich noch Matzka, Björn Thurau, Scott Thwaites, Zakkari Dempster und Michael Schwarzmann bis ins Velodrome von Roubaix durch. Lediglich Christoph Pfingsten und Shane Archbold – nach einem Sturz im Wald von Arenberg – mussten aufgeben.

Auch deshalb konnte Poitschke ein rundherum positives Fazit ziehen: „Dies war heute ein sehr erfolgreicher Höhepunkt unserer Klassiker. Das ganze Team hat heute ein hervorragendes Rennen gezeigt und bestätigt, wie sehr sich die gesamte Mannschaft weiterentwickelt hat“, fasste er den Sonntag in der „Hölle des Nordens“ zusammen.

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