Spanier Top-Favorit bei der 74. Ausgabe

Contador will sich mit drittem Sieg von Paris-Nizza verabschieden

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Alberto Contador (Tinkoff) peilt seinen dritten Gesamtsieg bei Paris-Nizza an. | Foto: Cor Vos

03.03.2016  |  (rsn) – Nach einer fünfjährigen Abstinenz wird Alberto Contador (Tinkoff) wieder bei Paris-Nizza antreten, wo er versuchen will, seinen dritten Gesamtsieg nach 2007 und 2010 einzufahren.

Nach seinem zweiten Coup hatte der Spanier auf die Ausgabe 2011 verzichtet, im Jahr darauf konnte Contador aufgrund seiner Dopingsperre nicht am „Rennen zur Sonne“ teilnehmen. In den drei vergangenen Jahren hatte er sich jeweils für Tirreno-Adriatico entschieden. In seinem voraussichtlich letzten Profijahr will es Contador jetzt nochmals bei Paris-Nizza wissen, dessen 74. Auflage am Sonntag mit einem 6,1 Kilometer langen Prolog in Conflans-Sainte-Honorine beginnt.

"Ich kehre zu dem Rennen zurück, bei dem ich im Jahr 2007 als Fahrer entdeckt wurde und das unter einigen Gesichtspunkten das Sprungbrett für die Tour de France war", wurde Contador in einer Erklärung auf der Tinkoff-Homepage zitiert.

Dem Madrilenen ist das erste bedeutende Mehretappenrennen der Saison auch deshalb in guter Erinnerungen geblieben, weil "ich dort immer starke Leistungen gezeigt habe.“ Doch auch diesmal will der 33-Jährige Paris-Nizza als Teil seiner Vorbereitung auf die kommende Tour de France nutzen, die Contador ebenfalls ein drittes Mal in seiner Karriere gewinnen will. Ein dritter Tour-Triumph (2010) wurde ihm ebenfalls im Zuge seiner Dopingsperre aberkannt.

Beim diesjährigen Paris-Nizza dürften vor allem die beiden Bergankünfte am Mont Brouilly (3. Etappe) und am vorletzten Tag die in La Madone d'Utelle (6. Etappe) Contadors Fähigkeiten entgegenkommen. Dagegen wird er im kurzen Prolog nur wenige Sekunden auf die starken Zeitfahrern wie Tom Dumoulin (Giant-Alpecin), Geraint Thomas (Sky) oder Titelverteidiger Richie Porte (BMC) verlieren.

Mit Bedauern kommentierte der Madrilene das Fehlen des 2012 nach elfjähriger Abstinenz wieder eingeführten Zeitfahrens hinauf zum Col d'Éze, dem Hausberg von Nizza. “Mir fehlt dieses Zeitfahren, zumal ich es niemals bestreiten konnte“, so Contador. Dafür kann er auf den beiden Bergetappen seine Stärken ausspielen, wobei Contador die 3,3 Kilometer lange Schlusssteigung zum Mont Brouilly eher als eine Angelegenheit für “kraftvolle Fahrer“ sieht als für die Kletterspezialisten. Die werden dann aber mit Sicherheit im 15,3 Kilometer langen Anstieg hinauf nach La Madone d'Utelle (1.165m) zum Zug kommen.

Über seine Ziele ließ Contador bei seiner wohl letzten Paris-Nizza-Teilnahme keine Zweifel aufkommen – zumal es auch die Abschiedsvorstellung seines Rennstalls wird, dessen Eigentümer Oleg Tinkov sich zum Jahresende aus dem Radsport zurückziehen wird. “Tinkoff will bei Paris-Nizza um den Gesamtsieg kämpfen“, kündigte er an.

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