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23.01.2008 - (Ra/sid) – Der erste ProTour-Sieg seiner Karriere hat André Greipel viel Selbstvertrauen gegeben. Der schnelle Rostocker vom T-Mobile-Nachfolgeteam High Road wies auf der zweiten Etappe der Tour Down Under die australische Sprinterphalanx in die Grenzen und feierte nach seinem Sieg am Sonntag beim Kriterium in Adelaide bereits seinen zweiten Erfolg in Australien.
"Ich war letztes Jahr schon schnell genug, um solche Rennen zu gewinnen. Jetzt glaube ich noch mehr an mich, und das hat heute den Unterschied gemacht", sagt der 25-Jährige, der bereits vor zwei Jahren für Aufsehen gesorgt hatte, als er auf zwei Etappen bei der Vuelta und der Deutschland Tour Podiumsplätze ersprintete.
Sollte Greipel seinem vielversprechenden Saisonstart weitere Siege folgen lassen, könnte High Road in diesem Jahr zum "Team der Sprinter" werden, hat man doch mit dem 21-jährigen Kölner Gerald Ciolek und dem nur ein Jahr älteren Engländer Mark Cavendish zwei weitere große Talente in seinen Reihen. Dazu kommen mit dem Österreicher Bernhard Eisel, dem Westfalen Marcel Sieberg und dem Neuseeländer Greg Henderson zwei weitere Fahrer mit Sprinterqualitäten.
Greipel, der 2005 als Neoprofi zu T-Mobile kam, wurde bislang zumeist nur als Anfahrer eingesetzt. Diese Zeiten sollen nicht nur nach dem Willen des blonden Mecklenburgers vorbei sein. Sportdirektor Rolf Aldag kündigte bereits an, dass Greipel vermehrt seine eigene Chance suchen dürfe.
"Andre hat viel Potenzial und inzwischen auch das nötige Selbstbewusstsein", sagt sein Heimtrainer Peter Sager, bei dem einst auch Jan Ullrich in die Lehre ging. Bis zur Tour Down Under hatte der 1,84m große Greipel Etappensiege beim GP de Waregem (2003), bei der Dänemark-Rundfahrt (2005), der Rheinland-Pfalz-Rundfahrt (2/2006) sowie der der Sachsentour (2/2007) errungen. Die Siege in Australien gegen die starken und auf eigenem Terrain besonders ehrgeizigen Australier sind von größerem Kaliber.
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