Profi-Radsport

Renndirektor Pescheux droht mit Tour-Ausschluss

Funkverbot: Teams können sich nicht durchsetzen

13.07.2009 - (sid) - Im Streit um das Funkverbot bei der Tour de France konnten sich Teams und Rennleitung am Montag nicht auf einen Kompromiss einigen. Auch ein Treffen zwischen Vertretern der Mannschaften, die bereits am Sonntag eine Petition gegen das Funkverbot auf der 10. und 13. Etappe eingereicht hatten, der Tour-Organisatoren und dem Renndirektor Jean-Francois Pescheux endete ergebnislos.

"Die Mannschaften, die die Regel brechen, müssen mit dem Ausschluss aus der Tour rechnen", sagte Pescheux im Anschluss an das Meeting. Zusätzlich kündigte er im Falle von Regelverstößen Strafen zwischen 70 und 70.000 Euro an.

Insgesamt 14 der 20 Teams hatten die Petition unterschrieben. Lediglich die Mannschaften Garmin-Slipstream, Skil-Shimano, Agritubel, Bouygues Telecom, Francaise des Jeux und Cofidis hatten sich dem Protest nicht angeschlossen.

Auf den Etappen von Limoges nach Issoudun am Dienstag und drei Tage später von Vittel nach Colmar ist zwischen den Teamchefs und Fahrern jeglicher Funkkontakt untersagt. Mit dieser Entscheidung will die UCI das Rennen spannender machen, nachdem es in der Vergangenheit Kritik daran gegeben hatte, dass das Geschehen zu sehr von Taktik geprägt und somit vorhersehbar sei.