Bei RadioShack-Nissan nur noch Sportlicher Leiter

Andersen rückt wieder in die zweite Reihe

Von Christoph Adamietz


Kim Andersen (RadioShack-Nissan) bei der Teampräsentation in Luxemburg | Foto: ROTH

08.01.2012  |  (rsn) - 2011 stand Kim Andersen bei der Präsentation des damals neu geschaffenen Leopard-Trek-Rennstalls noch als Teamchef im Mittelpunkt des Geschehens. Genau ein Jahr später war der Däne beim Nachfolger RadioShack-Nissan bei gleicher Gelegenheit in Luxemburg nur eine Randfigur. Neuer starker Mann ist der Belgier Johan Bruyneel, der Andy Schleck zum Tour-Sieg führen soll. Andersen rückt wieder in die zweite Reihe und wird künftig als Sportlicher Leiter Verantwortung übernehmen.

"Die Rolle als Teamchef Jahr hat mir schon viel Spaß bereitet", gab der 53-Jährige im Gespräch mit Radsport News zu. Im Gegensatz zu anderen Sportlichen Leitern wie etwa Torsten Schmidt (zu Katjuscha) wollte Andersen das neue Projekt aber nicht verlassen. "Ich wohne in Luxemburg, habe ein gutes Verhältnis zu den Schlecks und es gibt nach wie vor viele Leute im Team, mit denen ich gerne zusammen arbeite"; verriet der Skandinavier.

Bei welchen Rennen Andersen das Team betreuen wird, steht noch nicht fest. "Aber im Moment sind unter anderem die Baskenland-Rundfahrt und die Ardennen-Klassiker geplant", sagte er. Bei der Tour de France wird Bruyneel vermutlich auf seine Vertrauten Alain Gallopin und Dirk Demol setzen. Dennoch sagte Andersen: "Ich freue mich auf die neue Saison und werde meine Arbeit so gut wie möglich erledigen."

Seinem Team traut Andersen viele Erfolge zu. Für die Rundfahrten und die Klassikern sei man hervorragend besetzt. Lediglich für die Sprints gibt es keine Sieggaranten, auch wenn die beiden Italiener Daniele Bennati und Giacomo Nizzolo sowie der Deutsche Meister Robert Wagner ihre Qualitäten bei Massenankünften haben.

"Wir sind da nicht so schlecht aufgestellt", meinte Andersen, betonte allerdings: "Aber wenn man bei Rundfahrten auf Gesamtwertung fährt, kann kann man nicht auch auf Sprint fahren. In meiner Zeit bei Saxo Bank hat Bjarne Riis auch nie viel Wert auf Sprinter gelegt, und auch Johan Bruyneel hatte in seinen Mannschaften keine Top-Sprinter."

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