Das Studium geht in Zukunft vor

Gebhardt beendet ihre Karriere

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Elke Gebhardt, hier nach ihrem Etappensieg bei der Boels-Rental-Tour 2013, verabschiedet sich aus dem Elite-Peloton. | Foto: Cor Vos

06.10.2014  |  (rsn) – Elke Gebhardt hört auf. Die 31-Jährige wird vom kommenden Jahr an nicht mehr im Sattel sitzen, sondern sich voll auf ihr Studium im Fach „International Management“ konzentrieren. Das kündigte die bisherige Bigla-Fahrerin in ihrem Blog auf radsport-news.com an. 

„Ich werde mein Rad in die Ecke stellen und nach 21 Jahren meine Karriere beenden“, schrieb die Freiburgerin. „Leicht fällt mir das nicht und die letzten Wochen waren schwer, gespickt mit Emotionen.“ 

Gebhardt hatte für die neue Saison keinen Vertrag mehr beim Schweizer Team Bigla bekommen, das bis auf Vera Koedooder und Lotta Lepistö keine Fahrerin aus dem Kader der Saison 2014 weiterbeschäftigen wollte und stattdessen in den vergangenen Wochen mit vielen hochkarätigen Neuverpflichtungen Schlagzeilen machte. 

Ein Wechsel in ein niedrigklassigeres Team kam für Gebhardt, die in Ponferrada etwas überraschend nicht zum WM-Kader des Bundes Deutscher Radfahrer gehörte, nicht in Frage. Am Trainingsaufwand hätte das nichts geändert, die finanzielle Unterstützung wäre aber geringer geworden. So stellte Gebhardt nun auch im Abschiedsbeitrag ihres Blogs auf radsport-news.com klar, dass bei ihrer Entscheidung „auch die finanzielle Situation im Frauenradsport eine Rolle gespielt“ habe.

Gebhardts Studiengang „International Management“ lässt aber immerhin die Vermutung zu, dass sie daran in Zukunft möglicherweise etwas ändern könnte. Eine Rückkehr der Freiburgerin in den Sport in anderer Rolle würde man im Peloton sicher sehr begrüßen.

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