San Luis-Sprintniederlage gegen Teamkollege Mareczko

Viviani entschuldigt sich: "Außer Kontrolle geraten"


Erbitterter Kampf bis zur Ziellinie: Elia Viviani (li.) und sein italienischer Teamkollege Jakub Maretzko im Zielsprint der 7. San Luis-Etappe | Foto: Cor Vos

26.01.2016  |  (rsn) – Elia Viviani hat sich dafür entschuldigt, aus Zorn über den knapp entgangenen Sieg auf der Schlussetappe der 10. Tour de San Luis der Podiumszeremonie ferngeblieben zu sein. "Ich war nicht ich selbst, ich hatte das nicht erwartet, und ich war wütend und außer Kontrolle geraten“, sagte der Sky-Profi, der in Argentinien für eine italienische Nationalauswahl startete. “Die Entscheidung, die ich traf, war die falsche, aber ich tat es, weil ich mir nicht sicher war, mich in der Situation unter Kontrolle halten zu können.“

Der Ärger des Italieners war insofern nachvollziehbar, als er am Sonntag im Massensprint in San Luis nach Foto-Finish seinem Landsmann und nominellen Anfahrer Jakub Mareczko unterlegen war. Der 21-Jährige, der beim Zweitdivisionär Southeast unter Vertrag steht, hatte angegeben, seinen Kapitän im Finale aus den Augen verloren zu haben.

Hatte Mareczko zunächst noch seine Rolle als Vivianis Anfahrer bestätigt, wollte er im Gespräch mit Tuttobiciweb nichts mehr davon wissen. Der junge Sprinter betonte sogar, dass er auf einen Start in Argentinien verzichtet hätte, wäre ihm die Möglichkeit verwehrt worden, dort auf Etappensieg zu fahren. Für eine Entschuldigung sah er keinen Grund.

“Ohne Zweifel würde ich es genauso wieder machen. Die Bedingungen waren klar: Als sie (die Leitung des Nationalteams) mich nach San Luis einluden, sagten sie mir, dass ich auf eigene Rechnung würde fahren können“, betonte der in Polen geborene Mareczkko, der als eine der großen italienischen Sprinterhoffnungen gilt und im vergangenen Jahr bei kleineren Rennen 13 Siege einfuhr, davon allein acht in China bei der Tour of Taihu Lake.

Der 26-jährige Viviani dagegen entschuldigte sich “mit kühlem Kopf bei all den Fans, bei der Tour de San Luis und beim Italienischen Radsportverband für meine schlechte Geste.“

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