Comeback-Interview mit Maximilian Schachmann

“Der kleine Finger ist noch bewegungseingeschränkt“

Von Tom Mustroph

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Maximilian Schachmann (Bora - Hansgrohe) ist zurück im Peloton. | Foto: Cor Vos

13.10.2019  |  (rsn) - Maximilian Schachmann (Bora - hansgrohe) ist zurück im Renngeschehen. Bei den italienischen Herbstklassikern gab der Deutsche Meister sein Comeback nach einer durch den Sturz im Einzelzeitfahren der Tour de France ausgelösten Zwangspause von zweieinhalb Monaten. Am Rander der Lombardei-Rundfahrt hat Tom Mustroph für radsport-news.com mit dem Berliner gesprochen.

Herr Schachmann, wie ist es, zum Ende der Saison wieder an Rennen teilnehmen zu können?
Schachmann: Ich freue mich darüber, es fühlt sich gut an. Nach meinem Unfall und nach der Hand-OP war ich nach sechs Tagen schon wieder auf der Rolle. Ich habe ein hartes Training durchgezogen. Das Problem war, dass ich, als ich wieder auf die Straße konnte, gleich krank geworden bin. Da ging ein Virus rum. Der war nicht in fünf Tagen weg. Der hat mich in der Summe drei Wochen gekostet. Ich habe viel trainiert und alles gegeben. Aber man sieht, wie viele Fahrer hier nach der Vuelta noch in Top-Form sind. Da ist es nicht einfach, wieder zurückzukommen.

Wie haben Sie die WM erlebt? Sie waren ja als Kapitän gesetzt, der Kurs lag Ihnen auch.
Schachmann: Ja, der Kurs wäre echt interessant gewesen. Ich habe es am Ende von zu Hause aus verfolgt. Ich trauere dem Ganzen nicht nach. Ich konnte die Situation nicht ändern. Das WM-Rennen habe ich mir objektiv angeschaut und geguckt, was die Konkurrenz macht.

Was haben Sie gelernt?
Schachmann: Man hat wieder mal gelernt, dass so extrem lange Rennen, erst recht, wenn sie bei ekligem Wetter ausgetragen werden, immer für Überraschungen gut sind.

Wie geht es der Hand?
Schachmann: Der kleine Finger ist noch bewegungseingeschränkt. Da muss ich noch trainieren. Und ich habe auch Schmerzen in der Hand beim Fahren. Beim Bremsen muss ich wieder üben, weil man auch Muskulatur verliert.

Die Rennen jetzt zum Saisonende sind also weniger auf späte Ergebnisse ausgerichtet und sollen eher eine gute Grundlage für die kommende Saison bilden?
Schachmann: Ja, ich habe jetzt das Auge auf das nächste Jahr gerichtet.

Was lässt sich aus dem Sturz in Frankreich lernen?
Schachmann: Wenn ich um ein Ergebnis fahre, nehme ich immer Risiko. Es ist halt leider schief gegangen in Frankreich. So etwas passiert eben. Für die Zukunft nehme ich mit, dass ich die Euphorie der guten Ergebnisse etwas mehr bremse, um vielleicht den einen oder anderen Sturz zu vermeiden.

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