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20.03.2020 | (rsn) - Vor fast genau einem Jahr feierte Julian Alaphilippe (Deceuninck - Quick-Step) den größten Sieg seiner Karriere. Der Franzose entschied am 23. März 2019 nach 291 Kilometern den Frühjahrsklassiker Mailand - Sanremo im Sprint einer zehnköpfigen Spitzengruppe, die sich am Poggio gebildet hatte, vor dem Belgier Oliver Naesen (AG2R) und dem Polen Michal Kwiatkowski (Sky / Ineos) für sich.
Aufgrund der Corona-Pandemie wird sich Alaphilippe am morgigen Samstag allerdings keine Möglichkeit zur Titelverteidigung bieten. Wie alle anderen Rennen der kommenden Wochen wurde auch das erste der fünf Radsport-Monumente abgesagt und könnte nach dem Willen des Radsportweltverbands UCI im Herbst zusammen mit den weiteren Monumenten Flandern-Rundfahrt, Paris-Roubaix und Lüttich-Bastogne-Lüttich nachgeholt werden.
Alaphilippe, der wie seine Kollegen auch bis auf Weiteres zur Untätigkeit verdammt ist, erinnerte sich in einem auf der Website seines Teams veröffentlichten Interview an die letztjährige Ausgabe der “Primavera“ und speziell an das turbulente Finale, als er am Poggio eine Attacke des Australiers Simon Clarke (EF Education First) mitging und so für die vorentscheidende Selektion sorgte.
“Ein Sieg ist nie so einfach, wie es von außen aussieht. Ich wusste von der Austragung 2017 (als Alaphilippe Dritter wurde), dass man, weil das Adrenalin hoch geht, clever fahren, ruhig bleiben und im richtigen Moment antreten muss“, kommentierte der 27-jährige die entscheidende Phase des Rennens, das mit einer Sprintentscheidung auf der berühmten Via Roma endete. “Als (Matej) Mohoric den Sprint begann, folgte ich ihm, und als wir auf die letzten Meter der Zielgeraden kamen, habe ich nicht mehr nachgedacht und nur noch so hart wie möglich in die Pedale getreten.“
Es reichte, um sich den ersten Sieg in einem der fünf Monumente des Radsports zu sichern. “An jenem Tag habe ich mit der Hilfe eines herausragenden Teams, auf das ich sehr stolz bin, meinen Traum wahr gemacht. Ich kann sagen, dass dies mein bisher schönster Sieg war“, so Alaphilippe, der im Sommer noch zwei Etappen der Tour de France gewann, bis zur 19. Etappe das Gelbe Trikot trug und die Rundfahrt schließlich auf Rang fünf beendete.
Wie der Triumph auf der Via Roma zustande kam, zeigt das Highlight-Video der 110. Auflage von Mailand - Sanremo:
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