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28.06.2026 | Die vorletzte Etappe der Transalp führte uns gestern von Semonzo nach Lavarone. Pünktlich um neun Uhr ging es auf die 126 Kilometer lange Strecke mit fast 2860 Höhenmetern - die mit einem besonderen Renn-Format auf uns wartete: Nach einem Einzel-Bergzeitfahren stand noch ein Team-Zeitfahren am Programm.
Schon nach rund 20 Kilometern wartete der erste, gleichzeitig einzige gewertete Anstieg des Tages, hoch zum Bergdorf Foza, eine Enklave der altdeutschen Volksgruppe der Zimbern. Auf 14 Kilometern waren knapp 1100 Höhenmeter zu bewältigen, und wie erwartet, wurde nun das Rennen eröffnet. Das Feld zog sich schnell in mehrere Gruppen auseinander, vorne sammelten sich etwa 15 Fahrer, wo auch wir vertreten waren.
In der anschließenden Abfahrt von der Hochebene der "Sette Communi" nutzten unsere Schweizer Konkurrenten die Gelegenheit für eine Attacke. Dabei entstand eine Lücke auf Marco, der den Anschluss verlor und danach alles daran setzte, wieder nach vorne zu kommen.
Dann ging es über welliges Terrain weiter. An der ersten Zeitnahme bei Kilometer 70 wurde die Rennzeit gestoppt. Nun folgte ein langer Anstieg zum Passo della Vena, mit rund 20 Kilometern und 1300 Höhenmetern, der neutralisiert und in eher gemütlichem Tempo gefahren wurde.
Erst 40 Kilometer später, bei km 110 wurde das Rennen wieder freigegeben. Nun stand ein Team-Zeitfahren über die letzten 15 Kilometer an, bis ins Ziel in Lavarone. Kurz vor der zweiten Zeitnahme entschieden wir uns, auf eine größere Gruppe zu warten. Unser Plan war, Kräfte zu sparen und gleichzeitig von einem hohen Tempo zu profitieren. Leider war aber in der Gruppe kaum jemand bereit, Führungsarbeit zu übernehmen. Deshalb mussten wir die komplette Schlussphase praktisch allein von vorne fahren.
Der Aufwand hat sich gelohnt: Mit knapp fünf Minuten Vorsprung konnte ich meine Führung in der U23-Wertung weiter ausbauen. Marco sicherte uns außerdem erneut den zweiten Platz in der Männer-Mannschaftswertung.
Dank der super Organisation des Veranstalters konnten wir uns anschließend im Festzelt mit Nudeln und frischen Brötchen stärken - und so die Energie-Reserven für den letzten Renntag auffüllen.
Morgen steht die siebte und letzte Etappe der Transalp an, knapp 86 Kilometer von Lavarone nach Riva del Garda. Wir werden alles sportlich mögliche geben, um unsere aktuellen Positionen zu verteidigen und die Rundfahrt mit zwei Spitzen-Ergebnissen abzuschließen.
Bis Morgen zur finalen Etappe!
Marvin und Marco