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01.11.2026 | (rsn) – Thibau Nys (Baloise – Het Poetsbureau Lions) hat zum Auftakt zur X2O Badkamer Trofee seinen Titel beim Koppenbergcross verteidigt. Der Belgier war in Oudenaarde nach einem spannenden Duell sieben Sekunden schneller als Michael Vanthourenhout (Pauwels Sauzen – Altez). Dessen Teamkollege Gerben Kuypers komplettierte das Podium. Pim Ronhaar (Baloise – Het Poetsbureau Lions) wurde vor Cameron Mason (777) Vierter. Durch den Auftaktsieg übernahm Nys auch die Gesamtführung der Rennserie.
Auch zwei Stürze konnten den Belgische Meister nicht an seinem insgesamt dritten Erfolg am Koppenberg hindern. Der “Familienzähler“ steht damit auf zwölf, da Thibaus Vater Sven in Oudenaarde neunmal erfolgreich war.
“Das war schon stressig“, musste der Sieger im Ziel-Interview lachen, nachdem er zu seiner Saisonpremiere den Großteil des Rennens Vanthourenhout jagen musste. Erst kurz vor der Schlussrunde holte er seinen Landsmann ein. “Ich hatte das Gefühl, dass ich alles unter Kontrolle hatte, aber immer, wenn ich mich kurz entspannen konnte, stürzte ich. Ich habe mich so selbst immer viel zu sehr unter Druck gesetzt“, erklärte der 24-Jährige.
Während ihn beim ersten Sturz keine Schuld traf, resultierte der zweite aus einem eigenen Fehler und zu hohem Risiko. Mit rund 20 Sekunden Rückstand schien die Situation hier bereits aussichtslos. “Ich habe aber immer an mich geglaubt. Ich spürte, dass meine Beine sehr gut waren und das ist ein Parcours, auf dem immer viel möglich ist, wenn man die Konkurrenz im Visier behalten kann. Ich hatte immer das Gefühl, noch eine Explosion in den Beinen zu haben“, so Nys.
Hannes Degenkolb war Teil des dreiköpfigen Heizomat-Cube-Aufgebots. Der einzige Deutsche im Rennen beendete den Koppenbergcross auf Rang 18. Damit kam er drei Positionen hinter dem besten Heizomat-Fahrer, Danny van Lierop, ins Ziel. Der war drei Sekunden schneller und einen Platz besser als Nezugang Joris Nieuwenhuis, der nach starkem Start viel Boden verlor.
Im Klassement liegt Nys zwei Sekunden vor Vanthourenhout. Als Gesamtdritter hat Kuypers 47 Sekunden Rückstand. Das zweite der acht Rennen der X2O Badkamer Trofee wird am 15. November in Hamme-Zogge ausgetragen.
Kletterspezialist Victor Van De Putte (Charles Liegeois) übernahm kurz vor der ersten Zieldurchfahrt am Koppenberg die Spitzenposition. Der Vorjahresvierte machte direkt Ernst und kam nach der ersten Parcoursumrundung auch als Erster zurück auf das Kopfsteinpflaster. Ihm konnten nur Vanthourenhout, Nieuwenhuis und Nys folgen.
Van De Putte ging anschließend aus der Führung, woraufhin die Spitzengruppe rasch auf zwölf Fahrer anwuchs. Dieses Dutzend nahm gemeinsam die dritte von acht Runden in Angriff. Angriffslustig zeigte sich dann Vanthourenhout, als Nys und Van De Putte kollidierten und die Gruppe so auseinanderfiel. Fünf Fahrer zogen unter Leitung des Pauwels-Sauzen-Profis auf und davon. Dessen Teamkollege Kuypers ließ in zweiter Position fahrend eine Lücke aufgehen, wodurch sein Kapitän solo davon ziehen konnte.
Vanthourenhout kam sieben Sekunden vor Kuypers und elf vor Ronhaar zur nächsten Zielpassage, kurz danach schloss Kuypers zu ihm auf. Als Ronhaar stürzte, kam sein Teamkollege Nys an ihn heran und ließ ihn sofort hinter sich. Auch Vanthourenhout hatte kein Mitleid mit seinem Mannschaftskameraden. Er schüttelte Kuypers am Koppenberg ab und lag eingangs der fünften Runde sechs Sekunden vor ihm. Nys folgte zwölf Sekunden dahinter.
Der Belgische Meister holte danach aber auf und stellte am Fuße des Koppenbergs Kuypers, der seinen Rückstand auf Vanthourenhout gehalten hatte. Der allerdings fuhr einen starken Anstieg und überquerte den Zielstrich neun Sekunden vor seinen Landsmännern. Wenig später stürzte Nys erneut. Er musste seinen Lenker richten, verlor so mindestens zehn Sekunden, kam aber trotzdem schnell wieder an Kuypers heran, um ihn am Koppenberg wieder abzuschütteln. Eingangs der vorletzten Runde lag Nys zwölf Sekunden hinter Vanthourenhout und 13 vor Kuypers. Ronhaar belegte weiterhin den vierten Platz.
Nys wuchsen nun Flügel. Er holte Sekunde um Sekunde auf und erreichte den Spitzenreiter am Fuße des Koppenbergs, dessen Kuppesie gemeinsam 25 Sekunden vor Kuypers erreichten. Ronhaar spürte auf Position vier den heißen Atem seiner Teamkollegen Arne Baers und Jarno Bellens und Mason im Nacken.
Vorn lieferten sich Vanthourenhout und Nys ein taktisches Spiel mit Tempo- und Positionswechseln. Vanthourenhout kam als Erster aufs Kopfsteinpflaster. Er wagte einen Angriff, den Nys aber sofort konterte, worauf Vanthourenhout keine Antwort hatte. Ronhaar verteidigte seinen vierten Platz knapp vor Mason.
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