rsn-Test Stahl-Rennräder - stylisch, komfortabel, alltagstauglich

Pure Cycles Veleta: Klassischer Renner zum kleinen Preis

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| Foto: Pure Cycles

13.10.2017  |  Pure Cycles ist eine junge Firma aus Los Angeles, die nun auch in Europa durchstarten will. Vor sechs Jahren haben die drei Gründer mit dem Anspruch losgelegt, puristische Fahrräder für einen guten Preis zu bauen.

Die Produkt-Palette wurde peu a peu von Singlespeed auf Commuter-, City- und Bahnräder erweitert, ebenso der Vertrieb: Seit Frühjahr sind alle Pure Cycles über die neue Niederlassung in Rotterdam auch in Europa erhältlich.

Der Name ist Programm: einfache Räder, einfaches Radfahren, kleiner Preis - Pure-Räder sind ab 399 Euro zu haben. Die einzelnen Modelle der Baureihen unterscheiden sich dabei nur durch ihre Optik, nicht durch ihre Spezifikationen.

Der Kunde hat die Wahl bei Rahmenfarbe, Felgenfarbe und Lenkerform, die übrigen Ausstattungs-Details sind fix. Trotz des günstigen Preises sind alle Teile qualitativ recht hochwertig, und stabil genug für die Alltags-Nutzung.

Neu ist die Rennrad-Linie, die mit zwei Stahl-Modellen startet, genannt Veleta und Bonnette. Ausgestattet mit Shimano-Claris-Komponenten und 16 Gängen, sind die Renner durch diverse Rahmen-Gewinde für Schutzbleche und Gepäckträger auch alltagstauglich.

Fahreindruck:
Die Sitzposition ist klassisch-sportlich. Durch das lange Oberrohr und den langen Vorbau sitzt man eher gestreckt. Beim Antritt spürt man das Gewicht von über zwölf Kilogramm, und auch insgesamt ist das Rad ein wenig schwerfällig. Ist man einmal in Schwung, rollt das Veleta gut.

Die 28 mm breiten Hutchinson "Nitro"-Reifen tragen mit ihrem Straßen-orientierten Profil dazu bei; fürs Gelände sind sie zu glatt. Dort kämen die Komfort-Eigenschaften eines Stahlrahmens gut zur Geltung. Wer das nutzen will, sollte Reifen mit einem stärkeren Profil aufziehen. Immerhin fährt sich so etwa auf Kopfsteinpflaster recht angenehm.

Die Shimano-Claris-Schaltung mit 2×8 Gängen ist in der Stadt völlig ausreichend, und funktioniert ohne Tadel. Bei der Schaltgeschwindigkeit muss man Zugeständnisse an den Preis machen - aber man bleibt im üblichen Rahmen. Die kleinste Übersetzung (34×32) macht auch steilere Rampen möglich.

Auch die übrigen Komponenten sind preisbedingt einfach, waren aber im Test unauffällig. Lediglich bei den Promax-Bremsen muss man kräftig zupacken - im Alltag eine Schwachstelle des stylischen Stahlrenners. Wer an die vorhandenen Gewindeösen einen Gepäckträger montiert, und dann auch häufiger mit höherer Zuladung unterwegs ist, sollte sich stärkere Bremsen leisten.

rsn-Bewertung: Ein optisch ansprechender, klassischer Stahl-Renner mit ordentlichem Gewicht, zu einem sehr guten Preis. Die Bremsen könnten zupackender sein. Alltagstauglich durch Ösen für Schutzbleche und Gepäckträger.

Die Details
Rahmen: Pure CroMo Road
Gabel: Pure CroMo Road, 1-1/8"
Headset: 1-1/8", gewindelos
Kurbel: Alu, 50/ 34 Z.
Pedale: Aluminium Retro, 9/16"
Schalthebel: Shimano Claris
Freilauf: Shimano HG-50-8
Kette: KMC Z-8
Kassette: 11 - 32 Z., 8fach
Lenker: Pure Cycles Alu 31,8 mm
Schaltung: Shimano Claris, 2 x 8
Sattel: Pure Cycles Road
Sattelstütze: Alu "Micro-Adjust"; 27,2 x 350 mm
Laufräder: Pure Cycles Aluminium, 32-Loch, Edelstahl-Speichen, Alu-Naben
Reifen: Hutchinson Nitro II 700 x 28c
Bremsen: Promax RC-469
Bremshebel: Shimano Claris
Gewicht: 12,3 kg (56 cm)
Preis: 549 Euro

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Weitere Informationen

Pure Cycles
Rotterdam
Niederlande

Fon: 0031 186 2100 10
Fax:

E-Mail: info@purecycles.eu
Internet: purecycles.eu

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