Wegen Gewalt gegen Demonstranten

Fuji verkauft keine Fahrräder mehr an die US-Polizei

Von Joachim Logisch

Foto zu dem Text "Fuji verkauft keine Fahrräder mehr an die US-Polizei"
| Foto: Fuji/Instagram

06.06.2020  |  (rsn) - Nach zahlreichen Vorfällen gegen Demonstranten, die nach dem Tod von George Floyd unter dem Knie eines Polizisten, gegen Polizeigewalt und Rassenhass demonstrierten, hat Bike Co, der nordamerikanische Händler von Fuji Bikes, den Verkauf von Fahrrädern an die US-Polizei ausgesetzt. Das kündigt das Unternehmen auf seiner Instagram-Seite an.

Der Fahrrad-Großhändler begründet dort ausführlich sein wohl einmaliges Vorgehen: „Um echte Veränderungen herbeizuführen, beginnen wir einen landesweiten Dialog mit den Polizeibehörden, um zu erörtern, wie Fahrräder bei Polizeiaktivitäten eingesetzt werden können, und um sicherzustellen, dass Fahrräder keine Waffe gegen unsere Gemeinde sind. Derzeit setzen wir den Verkauf von Fuji-Polizeifahrrädern aus, bis Gespräche mit diesen Abteilungen stattgefunden haben und wir zuversichtlich sind, dass echte Änderungen vorgenommen werden.“

Bike Co sieht sich durch die Polizeieinsätze zum Handeln gezwungen, „in denen Fahrräder als Waffe gegen schutzbedürftige Personen eingesetzt wurden“. Die Einsätze auch gegen die Menschen, die den Farbigen bestehen, weil sie sich gegen deren ungerechte Behandlung wehren, „hat unsere Gemeinde, unser Unternehmen zutiefst verärgert“.

Nach eigenen Angaben „unterstützt Bike Co viele verschiedene Organisationen und Sportler - nicht für Marketinggeschichten, sondern weil wir wirklich etwas in unserer Community bewirken wollen. Es ist inakzeptabel, diese Bemühungen von Fällen von Gewalt mit Fahrrädern überschatten zu lassen.“

Dafür seien die Fahrräder nicht beabsichtigt oder entworfen worden. Bike Co: „Wir hatten die Nutzung unserer Fahrräder durch Polizei, Feuerwehr, Sicherheit und Rettungsdienste immer als eine der besseren Formen der Öffentlichkeitsarbeit angesehen. Die Gemeindepolizei auf Fahrrädern kann die Nachbarschaft besser erreichen und sie besser verstehen, was positive Beziehungen zwischen den Strafverfolgungsbehörden und den Bürgern ermöglicht, in deren Dienst sie sich gestellt haben und denen sie geschworen haben, sie zu beschützen.“

Bike Co macht auch noch ausdrücklich klar, dass „wir uns auch gemeinsam gegen die Misshandlung und den Missbrauch der Schwarz-Braunen-Gemeinschaft stellen müssen.“

 
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