Neira holt im spannenden Duell EM-Gold vor Five

Dworatzek verpasst im Zeitfahren der Juniorinnen knapp Bronze

Von Matthias Seng

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Das Podium des EM-Zeitfahrens der Juniorinnen, in der Mitte die neue Europameisterin Alejandra Neira | Foto: Cor Vos

07.10.2026  |  (rsn) – Bei der Straßen-EM von Ljubljana haben die deutschen Juniorinnen im Einzelzeitfahren die Medaillenränge verpasst. Beste des Trios von German Cycling war Klara Dworatzek, die auf dem 22,1 Kilometer langen Parcours mit Start und Ziel in Sencur den vierten Platz belegte. 

Neue Europameisterin wurde die Spanierin Alejandra Neira, die sich in der Zeit von 35:45 Minuten mit drei Sekunden Vorsprung auf die Belgierin Laura Five die Goldmedaille sicherte und damit die Nachfolge ihrer Landsfrau Paula Ostiz antrat. Die 18-jährige Neira war Ende September in Montréal bereits Weltmeisterin im Straßenrennen der Junoirinnen geworden und hatte im Zeitfahren den neunten Platz belegt

“Im Straßenrennen lief es nicht wie erwartet und wir waren etwas enttäuscht. Aber ich mag die Strecke dieses Zeitfahrens und es war mein Ziel und ich bin wirklich happy, es erreicht zu haben“, sagte Neira im Ziel zu RSN. “Ich habe diesen Sommer viel auf dem Zeitfahrrad trainiert, ich liebe Zeitfahren. Bei der WM lief es nicht so, aber dieser Parcours hier ist schwerer.“

Das Podium in der slowenischen Hauptstadt komplettierte nach einem starken Finale die Litauerin Auguste Mikutyte (+0:11). Die 18-jährige Dworatzek, die im Straßenrennen Dritte geworden war, verpasste zwar eine weitere Bronzemedaille um sechs Sekunden, zeigte sich danach aber zufrieden mit ihrer Vorstellung.

“Es war sehr hart. Hart, aber ganz okay, denke ich. Mit dem Pacing bin ich ganz gut hingekommen, es hätte ruhig noch ein bisschen länger hochgehen können meiner Meinung nach. Also es kam mir schon sehr entgegen. Auf den Geraden hin zum Ziel habe ich wohl die meiste Zeit verloren. Aber ich denke, Top 5 ist ein gutes Ergebnis, das war auch mein Ziel. Ich bin recht zufrieden, ich habe alles auf der Strecke gelassen“, kommentierte Dworatzek, im Ziel gegenüber RSN ihr Ergebnis.

Hinter der Französin Thais Poirier (+0:31) kam die erst 16-jährige Edda Bieberle (+0:33) als zweitbeste deutsche U19-Fahrerin auf den sechsten Platz und zeigte sich danach gegenüber RSN selbstkritisch. “Es war eigentlich ganz gut. Ich hätte vielleicht den Berg ein bisschen langsamer angehen sollen und für hinten raus ein bisschen Kraft sparen sollen, aber an sich war es eigentlich ganz gut", fasste Bieberle ihren Auftritt zusammen.

Charlotte Späth, die dritte deutsche Starterin, belegte den 22. Rang (+2:46). Beste Österreicherin war Carolina Trattner (+1:17) auf Rang elf, zwei Positionen dahinter landete die Schweizerin Elia Marthe auf Rang 13 (+1:41) bei 41 gestarteten Juniorinnen.

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