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07.10.2026 | (rsn) - Primoz Roglic hat im letzten Wettbewerb der Straßen-EM von Ljubljana die heimischen Fans jubeln lassen. Der 36-jährige Slowene absolvierte den 22,1 Kilometer langen Parcours mit Start und Ziel in Sencur in der Zeit von 28:16 Minuten und sicherte sich damit im Zeitfahren der Männer die Goldmedaille mit sieben Sekunden Vorsprung vor dem Franzosen Bruno Armirail.
Dessen Landsmann Maxime Decomble komplettierte mit 28 Sekunden Rückstand das Podium und gewann Bronze knapp vor dem Belgier Ilan Van Wilder (+0:33), der in Abwesenheit von Titelverteidiger Remco Evenepoel auf dem vierten Platz bester Belgier war.
“Es ist wunderschön. Natürlich für mich, aber auch für all die Leute, die an diesen Tagen an die Strecke kamen, für alle Leute, die diese Meisterschaften in Slowenien ermöglicht haben. Es ist ein wunderschöner Abschluss dieses Events. Danke Euch!“, kommentierte Roglic im Flash-Interview seinen ersten EM-Zeitfahr-Titel, der zugleich die erste Medaille in dieser Disziplin für Slowenien war.
Auf seiner Goldfahrt ließ sich der Routinier, der das verletzungsbedingte Fehlen seines Landsmanns Tadej Pogacar vergessen machte, auch nicht von einem kleinen Malheur aus dem Konzept bringen. “Ich hatte kein Radio, es ging, glaube, ich schon auf dem ersten Kilometer nicht mehr, ich bin also nur nach Gefühl gefahren. Das müssen wir uns also nochmal anschauen, aber ich hab immer alles gegeben und zum Glück hat es gereicht“, fügte Roglic an
Einen möglichen dritten Europameistertitel verpasste Stefen Küng deutlich. Für den Schweizer erwies sich der zwei Kilometer lange und bis zu 16 Prozent steile Anstieg in der ersten Rennhälfte als zu schwer, so dass der 32-Jährige sich mit Rang fünf (+0:35) zufrieden geben musste.
Dahinter folgten der Däne Kasper Asgreen (+0:45), der Italiener Marco Frigo (+0:55), der Schwede Jakob Söderqvist (+0:56), der Brite Callum Thornley (+0:56) und der Spanier Ivan Romeo (+0:58), der die Top Ten komplettierte.
Rang 13 belegte der Österreicher Felix Großschartner (+1:02) vor Küngs Landsmann Mauro Schmid (+1:07), weitere fünf Positionen folgte mit Marco Brenner (+1:28) der beste der beiden Deutschen auf Rang 19, sein Landsmann Miguel Heidemann (+1:37) belegte den 22. Platz.
Nach dem kurzfristigen Startverzicht von Mathias Vacek nahmen 42 Männer das über den zwei Kilometer langen und zehn Prozent steilen Anstieg nach Mozjanca führende Rennen am Nachmittag in Angriff. Den Anfang machte der Kosovare Albion Kastrati, der nach 35:54 Minuten auch als erster Starter das Ziel erreichte.
Der früh gestartete Heidemann war an der ersten Zwischenzeit nach acht Kilometern 23 Sekunden langsamer als der Portugiese Tiago Antunes, der zwischenzeitlich die Bestzeit an dieser Stelle hielt und auch nach 21 Kilometern zunächst auf dem Hot Seat Platz nehmen durfte. Allerdings hatte Heidemann seinen Rückstand auf neun Sekunden verkürzt und war damit zwischenzeitlicher Zweiter. Das war aber nur eine Momentaufnahme, letztlich war sein später gestartete Brenner bester der beiden Deutschen. Kurz darauf erzielte Frigo eine deutliche neue Bestmarke, die Bestand hatte, bis Decomble diese um gleich 27 Sekunden unterbot.
Das Streckenprofil des EM-Zeitfahrens der Männer| Foto: Veranstalter
Roglic war an der ersten Zwischenzeit am Ende des Anstiegs bereits zwölf Sekunden schneller als der bis dahin bestplatzierte Armirail, der auf dem Weg zum Ziel kurz vor der letzten Kurve noch Schmid überholte und seinen Landsmann Decomble um 21 Sekunden vom Hot Seat verdrängte.
An der zweiten Zwischenzeit hatte Roglic von seinem Vorsprung gegenüber Armirail drei Sekunden eingebüßt. Auf den letzten Kilometern konnte sich der Vuelta-Gesamtzweite dann aber noch an den dreimaligen U23-Zeitfahr-Weltmeister Bjerg heransaugen. Zwar konnte Roglic nicht mehr am Dänen vorbeiziehen, doch es reichte, um Armirails Zeit um sieben Sekunden zu unterbieten.
Dagegen konnte Küng seinen Rückstand von rund 30 Sekunden an der ersten Zwischenzeit im leichteren zweiten Teil nicht mehr reduzieren und verpasste sogar Platz drei, den sich überraschend Decomble sicherte. Hinter Van Wilder reichte es für den zweimaligen Europameister nur zum fünften Platz.
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