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22.01.2018 | (rsn) - Der neue UCI-Präsident David Lappartient wird in diesem Jahr nicht bei der Flandern-Rundfahrt dabei sein. Grund dafür ist die Einladung, die von den Organisatoren des belgischen Frühjahrsklassikers an Lance Armstrong ergangen ist. Der wegen Dopings zu einer lebenslangen Sperre verurteilte US-Amerikaner, der als einer der größten Betrüger der Sportgeschichte gilt, soll im Rahmen des Rennens bei einem Kongress namens "Tour of Flanders Business Academy", wo laut Organisator Flanders Classics die Geschäftswelt, die Gesellschaft und der Radsport aufeinandertreffen sollen, zwei Tage vor dem Start sprechen und zudem einige Streckenpunkte besuchen.
Lappartient, der seit September 2017 Vorsitzender des Radsportweltverbands UCI ist, hatte Wouter Vandenhaute, den Vorsitzenden der Flandern Classics zuletzt schriftlich aufgefordert, die Einladung wieder rückgängig zu machen. Als das nicht geschah, reagierte der Franzose und teilte gegenüber Het Nieuwsblad mit, wegen Armstrongs Anwesenheit auf seinen Besuch zu verzichten. "Das ist nicht das Bild, das wir vom Radsport vermitteln wollen. Wir wollen den sauberen Sport voranstellen und Armstrong ist dafür kein Symbol“, sagte Lappartient und kündigte an, stattdessen ein "anderes Rennen in Belgien" aufsuchen zu wollen.
Vandenhaute hatte nach eigenen Angaben bei einem Besuch im vergangenen Oktober Armstrong in Washington getroffen und dabei "einen nachdenklichen Menschen kennengelernt, der seinen Frieden mit seinem Schicksal gemacht hat“, wie er im Dezember mitteilte. "Lance Armstrong ist und bleibt ein großer Champion", lautete sein Fazit, das nicht auf ungeteilte Zustimmung stoßen dürfte. Lappartient jedenfalls bewog es, der "Ronde" fernzubleiben.
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