Bier ist bei der “Ronde“ Heils- und Unheilsbringer

Armband als Bekenntnis zum Nüchternbleiben am Streckenrand

Foto zu dem Text "Armband als Bekenntnis zum Nüchternbleiben am Streckenrand"
Das Anti-Alkohol-Armband des belgischen Verkehrsverbandes VSV. | Foto: Ronde van Vlaanderen

27.03.2018  |  (rsn) - Belgisches Bier und die Flandern-Rundfahrt - für viele Radsport-Fans gehört das zusammen. Doch der belgische Verkehrsverband VSV will in diesem Jahr mit einer besonderen Aktion dafür sorgen, dass im Umfeld der "Ronde" weniger Alkohol konsumiert wird - oder zumindest auf Gefahrenpotentiale im Rennbetrieb sowie bei An- und Abreise aufmerksam machen.

Der VSV wird am Sonntag an der Strecke an mehreren Ständen blaue Armbänder mit der Aufschrift "Beloofd!" (zu Deutsch: "Versprochen!") verteilen. Die Träger dieser Bändchen sollen damit das Versprechen eingehen, am Renntag nüchtern zu bleiben. Nach dem Rennen können sie mit ihrem Armband an die VSV-Stände zurückkehren und einen kostenlosen Alkoholtest machen. Beweisen sie damit ihre Nüchternheit, können sie an einem Preisausschreiben teilnehmen.

Auch wenn nicht nur am Oude Kwaremont ein riesiges Festzelt der gleichnamigen Brauerei steht und der Parcours stets mit Kwaremont-Plakaten tapeziert zu sein scheint, so ist das belgische Bier nicht nur wichtiger Geldgeber sondern auch Gefahrenherd bei Radrennen - und zwar nicht nur durch betrunkene Autofahrer auf dem Heimweg.

Auch im Renngeschehen selbst stellen betrunkene Fans Risiken dar - etwa wenn sie über Absperrgitter greifen oder den Abstand zu heranrauschenden Fahrern nicht richtig einschätzen können. Unfälle durch das Eingreifen von Zuschauern haben sich in den vergangenen Jahren gehäuft. Und unabhängig ob durch Einfluss von Alkohol oder pure Unaufmerksamkeit: Unnötig sind Vorfälle wie Peter Sagans Sturz am Oude Kwaremont 2017, als er an einer Jacke hängenblieb, immer.

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