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17.02.2019 | (rsn) - Das belgische Deceuninck - Quick-Step-Team macht 2019 da weiter, wo es im Vorjahr aufgehört hat. Nach den 73 Siegen aus der vergangenen Saison hat der Rennstall von Manager Patrick Lefevere Mitte Februar auch schon wieder acht Erfolge auf seinem Konto, wovon allein drei auf das Konto desjenigen Aufgebots gehen, das derzeit in Südamerika die Tour Colombia dominiert.
Nachdem Sprinter Alvaro Hodeg die 2. Etappe gewonnen hatte, holte sich Bob Jungels zwei Tage später das orangefarbene Führungstrikot, das er auf der gestrigen ersten der beiden abschließenden Bergetappen an seinen Teamkollegen Julian Alaphilippe weiterreichte.
Der Franzose setzte sich auf der turbulenten 5. Etappe nach La Union aus einer kleinen Spitzengruppe heraus vor Miguel Angel Lopez (Astana), Richard Carapaz (Movistar) und Daniel Martinez (EF Education First) durch und nimmt die abschließende Königsetappe mit acht Sekunden Vorsprung auf Martinez in Angriff. Dabei schien Alaphilippes bereits dritter Saisonsieg in weite Ferne gerückt, als er zehn Kilometer vor dem Ziel am Alto La Union (2.746 Meter) der Attacke des kolumbianischen Duos Martinez und Ivan Sosa (Sky) nicht folgen konnte. Doch gemeinsam mit Lopez und Carapaz gelang ihm auf dem Schlusskilometer nicht nur der Anschluss an das Spitzenduo - Alaphilippe zog sofort durch, stürmte an die Spitze und von dort aus zum Etappensieg.
“Heute habe ich nach einer nach einer großen Kraftanstrengung mit Herz und Verstand gewonnen und ich möchte diesen wunderbaren Moment genießen“, sagte der 26-Jährige, der wie Martinez, Carapaz und Sosa auch sogar in der stark besetzten Ausreißergruppe des Tages dabei war, die sich schon früh im Rennen auf der ersten von vier Runden um den Zielort gebildet hatte. Danach ging es wieder zurück in Richtung Ziel mit dem Alto La Union als Scharfrichter der Etappe.
“Wir wussten, dass es ein schwerer Tag werden würde, deshalb sprang ich in die Fluchtgruppe, wo wir Vollgas gaben, auch wenn nach einer so harten Rennwoche viele müde Beine hatten“, so Alaphilippe, der zwar Gesamtführender ist, aber am Sonntag mit Attacken der kolumbianischen Stars rechnet und sich deshalb zurückhaltend zeigte: “Ich führe mit ein paar Sekunden Vorsprung, aber daran denke ich jetzt nicht. Wir werden sehen, was das Rennen morgen bringt und wie sich die Dinge entwickeln“, sagte er am Samstag mit Blick auf das Gesamtklassement, in dem der zweitplatzierte Martinez nur acht Sekunden hinter ihm liegt.
Und auch die nächstfolgenden Lopez (+0:23) sowie Sosa (+0:29) haben noch gute Aussichten, sich am alles entscheidenden Schlussanstieg hinauf zum Alto de las Palmas auf 2519 Metern noch das orangefarbene Führungstrikot zu holen und sich den Gesamtsieg zu sichern.
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