Wind, Regen und Kälte am ´Openingsweekend´

Sieberg: “Mit dem Wetter muss man erstmal klarkommen“

Von Christoph Adamietz

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Marcel Sieberg (Bahrain - McLaren) | Foto: Cor Vos

28.02.2020  |  (rsn) – Nach einem erfolgreichen Saisonauftakt bei der Saudi-Tour mit zwei Etappensiegen und dem Gesamterfolg von Phil Bauhaus sowie den starken Rundfahrtleistungen von Dylan Teuns will das Team Bahrain – McLaren auch am Wochenende zum Auftakt der belgischen Klassikersaison mit dem Omloop Het Nieuwsblad und Kuurne-Brüssel-Kuurne um Spitzenplatzierungen mitfahren.

Dabei ruhen die Hoffnungen am Samstag vor allem auf Teuns, der im Vorjahr Fünfter wurde. Aber auch Sonny Colbrelli und Heinrich Haussler liegt das Rennen. Für Kuurne am Tag darauf wird zudem Bauhaus zum Aufgebot stoßen und Teuns ersetzen. Ebenfalls mit von der Partie ist Marcel Sieberg, der erstmals seit 2015 wieder das Opening Weekend bestreitet und dabei an beiden Tagen mit Helferdiensten beschäftigt sein dürfte.

Mit den ersten Wochen des Jahres zeigte sich Sieberg zufrieden. “Die Saison hat für uns gut angefangen. Es hat Spaß gemacht bei der Saudi Tour und die Jungs in Spanien sind auch sehr gut gefahren“, meinte der 37-Jährige gegenüber radsport-news.com.

Gerne dürfte es nach Sieberg am Wochenende so weitergehen. Allerdings schlägt sich der Road Captain seit zwei Tagen mit einer leichten Erkältung herum. “Das aktuelle Wetter ist dabei sicherlich nicht förderlich“, spielte der Bahrain-Profi auf die niedrigen Temperaturen, den Regen und vor allem den Wind an, der im Moment Mitteleuropa im Griff hat und der auch die Rennen am Wochenende maßgeblich beeinflussen dürfte.

“Es wird kein normales Rennen und natürlich wird das Wetter eine Rolle spielen. Man muss sehen, wie jeder die Witterungsbedingungen verkraften wird“, meinte Sieberg, der darauf verwies, dass die ersten vier Saisonsiege allesamt in wärmeren Gefilden eingefahren wurden und eine Fortsetzung des Laufs bei dem “krassen Wetterumschwung“ kein Selbstläufer wird. “Mit dem Wetter muss man erstmal klarkommen“, stellte er klar.

Einen großen Einfluss des Wetters erwartet Sieberg vor allem am Sonntag für Kuurne-Brüssel-Kuurne. Die beiden sprinterfreundlichen Eintagesrennen am Wochenende haben eine Streckenverschärfung erfahren und durch den starken Wind und den Regen werden es die schnellen Männer im Feld noch schwerer haben, so auch Bauhaus. “Wenn der Kurs wie früher gewesen wäre, dann hätte Phil das Zeug für das Podium. Die neue Strecke kann ich schlecht einschätzen, aber bei dem Wind und dem Wetter wird wohl eine kleine Gruppe ankommen. Ich hoffe einfach, dass dann einer von uns dabei ist“, meinte Sieberg.

Er geht indes nicht von einer Absage der beiden Rennen aus, auch wenn Windböen – wohl zumeist von hinten – von bis zu 80km/h gemeldet sind. “Belgien ist dafür bekannt, dass es windig sein kann. Hier muss viel passieren, dass Rennen abgesagt werden“, schloss Sieberg.

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