Regeneration statt Vuelta-Start

Buchmann will mit Blick auf 2021 nichts riskieren

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Emanuel Buchmann (Bora - hansgrohe) beim Auftakt der Tour de France 2020 | Foto: Cor Vos

15.10.2020  |  (rsn) - Nach der missratenen Tour de France, die er lediglich auf Rang 38 beendete, setzte Emanuel Buchmann seine Grand-Tour-Hoffnungen auf die am 20. Oktober beginnende 75. Vuelta a Espana. Doch der 27-Jährige fehlt im Aufgebot seines Teams Bora - hansgrohe für die letzte große Rundfahrt des Jahres, was auch gleichbedeutend mit dem Saisonende ist.

“Die Regeneration nach der Tour de France hat deutlich länger gedauert als erwartet. Auch wenn die Entscheidung nicht leicht gefallen ist, so haben das medizinische Team und die Sportliche Leitung beschlossen, die Saison von Emanuel vorzeitig zu beenden, um sich komplett auf die Regeneration zu konzentrieren und damit keine Komplikationen in der Vorbereitung auf 2021 zu riskieren“, begründete Head Coach Dan Lorang gegenüber radsport-news.com den Startverzicht des Ravensburgers, der nach seinem Sturz beim Critérium du Dauphiné zwar zur Frankreich-Rundfahrt antreten konnte, dort aber noch unter den Folgen seiner Verletzung litt und nie richtig in Tritt kam.

“Emu ist durch den Sturz einfach schon vorbelastet in die Tour gegangen und sein Körper hat in den drei Wochen nicht so reagiert, wie wir das erhofft hatten. Durch die kumulierte Belastung aus Sturz und Rennen wurde natürlich auch die Erholung danach beeinflusst“, so Lorang weiter.

So kam Buchmann auch nach dem Ende der Frankreich-Rundfahrt am 20. September nicht mehr in die körperliche Verfassung, die eine ambitionierte Teilnahme an der Spanien-Rundfahrt erlaubt hätte. Bei der Vuelta 2018 hatte er mit Rang zwölf das bis dahin beste Ergebnis in einem Grand-Tour-Schlussklassement verbuchen können, dem er im vergangenen Jahr einen vierten Platz bei der Tour de France folgen ließ.

Damit wird Buchmann das von der Corona-Pandemie arg in Mitleidenschaft gezogene Radsportjahr nach 31 Renntagen und mit einem Sieg beenden, den er gleich beim Saisondebüt auf Mallorca bei der Trofeo Serra de Tramuntana einfahren konnte. Es folgten im Februar die UAE Tour, die er allerdings ebenfalls nach einem Sturz vorzeitig beenden musste, und das Critérium du Dauphiné, wo er bis zu seinem folgenreichen Sturz auf der 4. Etappe als Gesamtdritter geführt war.

Bei der am kommenden Dienstag im Baskenland beginnenden Vuelta hat Bora - hansgrohe mit dem Österreicher Felix Großschartner nur einen Rundfahrtspezialisten dabei. Stattdessen setzt das Team ganz auf die Abteilung Sprint, die vom Vuelta-Debütanten Pascal Ackermann angeführt wird. Der Pfälzer kann auf die Unterstützung seines eingespielten Sprintzugs um Rüdiger Selig bauen.

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