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17.03.2021 | (rsn) - Die Enttäuschung war riesengroß! Fast eineinhalb Stunden saß Stefan Küng (Groupama – FDJ) im abschließenden Zeitfahren der Fernfahrt Tirreno-Adriatico auf dem heißen Stuhl. Er durfte sich in San Benedetto als Sieger fühlen, hatte er doch Zeitfahrweltmeister Filippo Ganna (Ineos Grenadiers) um sechs Sekunden bezwungen.
Keiner der 79 nach ihm startenden Fahrer kamen mehr an seine Bestzeit von 11:12 Minuten für die 10,1 Kilometer lange Strecke heran. Der Moment seines Triumphs rückte immer näher, konnte er doch erwarten, dass Wout Van Aert (Jumbo – Visma) nach seinen starken Leistungen während der Bergetappen der vergangenen Tage nicht noch mal eine Weltklasseleistung würde raushauen können.
Doch Küng täuschte sich wie wohl die meisten anderen. Ganz langsam kroch in ihm die Ahnung hoch, dass doch noch etwas passieren könnte. Denn zur Zwischenzeit bei Kilometer vier war Van Aert vier Sekunden schneller. Am Ende waren es deren sechs!
"Wenn du den den amtierenden Weltmeister schlägst und fast zwei Stunden auf dem heißen Stuhl verbringst, ist es schade, vom vorletzten Fahrer geschlagen zu werden", sagte Küng enttäuscht nach der Etappe. "Aber das ist der Sport, da kann man nichts machen. Ich wurde heute von einem stärkeren Van Aert geschlagen", gestand der Schweizer Meister seine Niederlage ohne Wenn und Aber ein.
Küng sinnt auf Revanche
Doch Küng will diese Niederlage nicht auf sich sitzen lassen. "Ich werde mich nicht mit dem zweiten Platz zufriedengeben und werde alles tun, um das nächste Mal zu gewinnen", kündigte er kämpferisch an. "Ich werde ein paar Tage brauchen, um mich zu erholen, aber es ist klar, dass dieser Tirreno mir einen Schub geben wird. Die Vorbereitung war bisher gut. Ich denke, ich bin bereit für die Klassiker und freue mich besonders darauf", fügte er an.
Groupamas Trainer Julien Pinot wird das gerne gehört haben. Der Franzose fühlte mit seinem Schützling: "Es war natürlich eine Enttäuschung für Stefan. Wenn man den ganzen Tag auf dem heißen Stuhl sitzt... Wir alle hatten genug Zeit, davon zu träumen, dass er gewinnt, weil er eine großartige Leistung erbracht hatte."
Doch auch der Coach nahm aus diesem letzten Tag des 56. Tirreno-Adriatico viel Gutes mit. "Stefan lag bei ähnlichen Windbedingungen vor Filippo Ganna, das ist sehr positiv", sagte Pinot und ließ dabei anklingen, dass der Wind den spät gestarteten Van Aert etwas bevorteilt haben könnte.
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