Konkurrenten bei Van Aerts Cross-Einstieg chancenlos

Aerts: “Es ist eigentlich unglaublich“

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Wout Van Aert (Jumbo - Visma) beim Superprestige in Boom | Foto: Cor Vos

05.12.2021  |  (rsn) - Gleich bei seinem Einstieg in die Cross-Saison 2021/22 hat Wout Van Aert (Jumbo - Visma) seine Konkurrenten vorgeführt. Beim Superprestige in Boom feierte der Belgier einen souverän herausgefahrenen Sieg und verwies seinen Landsmann Toon Aerts (Baloise Trek Lions / +1:40) und den niederländischen Europameister Lars van der Haar (Baloise Trek Lions / +1:48) mit großem Vorsprung auf die Plätze.

Schon früh übernahm Van Aert auf morastigem Untergrund die Spitze des Rennens und ließ sich auch nicht durch einen Sturz auf der vorletzten Runde aus dem Konzept bringen - zumal er da bereits rund zwei Minuten Vorsprung herausgefahren hatte. Hinter dem dreimaligen Weltmeister kämpften die Verfolger um die beiden restlichen Podiumsplätze, wobei es immer wieder zu Stürzen kam, die für Durcheinander sorgten.

Am längsten hielt noch Aerts dem Tempo Van Aerts stand, ehe auch er den Weltcup Gesamtsieger schon früh ziehen lassen musste. “Eigentlich ist es unglaublich. Wir wussten, dass er schnell zur Spitze vorstoßen würde, aber er war sehr schnell vorne. Dass er dann sofort weitermacht, zeugt von viel Selbstbewusstsein", sagte Aerts, der zwar ebenfalls stürzte, aber auch ohne dieses Malheur wohl chancenlos geblieben wäre, im Gespräch mit Het Nieuwsblad. “Vielleicht war der Reifendruck etwas zu hoch. Der Sturz bedeutete, dass ich Wout bei seinem hohen Tempo ziehen lassen musste. Für mich war das ein schöner zweiter Platz“, zeigte er sich mit dem Resultat aber zufrieden.

Ähnlich äußerte sich sein Teamkollege van der Haar, der nach einem schlechten Start lange brauchte, um in Tritt zu kommen und sich dann Position für Position nach vorne zu kämpfen. “Ich weiß nicht, was da mit mir passiert ist, aber ich kam keinen Meter voran. Ich dachte, es würde eine Katastrophe werden. Aber in der zweiten Runde habe ich mehr Power gespürt. Ich bin wieder nach vorne gefahren, nur einer war schon weit weg“, sagte van der Haar, der gegen Van Aert ebenso auf verlorenem Posten stand und dem es auch nicht half, dass er als einer der wenigen Fahrer ohne Sturz durch die sieben Runden kam den Sieger von Boom. “ Aber mit dem dritten Platz bin ich sehr zufrieden“, betonte er.

Nachdem der für den 5. Dezember vorgesehene Weltcup von Antwerpen abgesagt werden musste, wird Van Aerts nächstes Rennen am 11. Dezember der Ethias-Cross in Essen sein. Zum ersten Aufeinandertreffen mit seinem großen Konkurrenten Mathieu van der Poel (Alpecin - Fenix), der am 18. Dezember beim Weltcup in Rucphen in die Saison einsteigt, wird es aber erst am 26. Dezember beim Weltcup in Dendermonde kommen.

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