Van der Poel steigt beim Superprestige aus

Van Aert in Zolder eine Klasse für sich

Von Sebastian Lindner

Foto zu dem Text "Van Aert in Zolder eine Klasse für sich"
Wout van Aert war in Zolder einmal mehr nicht zu stoppen. | Foto: Cor Vos

27.12.2021  |  (rsn) – Wout Van Aert (Jumbo-Visma) hat den Superprestige-Lauf in Heusden-Zolder in konkurrenzloser Manier für sich entschieden und damit auch das fünfte Cross-Rennen, in dem er in dieser Saison am Start war, gewonnen. Der Belgier fuhr seit Mitte der zweiten von neun Runden rund um die Motorsport-Rennstrecke ein einsames Rennen, siegte am Ende mit mehr als einer Minute Vorsprung auf Thomas Pidcock (Ineos Grenadiers) und Eli Iserbyt (Pauwels Sauzen – Bingoal), die Platz 2 und 3 im Sprint unter sich ausmachten.

Das mit Spannung erwartete Duell zwischen Mathieu van der Poel (Alpecin - Fenix) und Van Aert blieb dabei auf der Strecke. Schon der Start glückte van der Poel nicht. Der Weltmeister machte sich als Zehnter auf die erste Runde. Zwar kämpfte er sich zwischenzeitlich in die erste Verfolgerposition von Van Aert, konnte diese aber nicht lange gegen Pidcock, Iserbyt und Quentin Hermans (Tormans – Circus Cyclo Cross Team) behaupten. Nachdem der Niederländer in einer Kurve auch noch die Kontrolle über sein Rad verlor und stürzte, fand er sich nur noch in der zweiten Verfolgergruppe wieder.

Die handelte sich wie der Rest der Feldes Runde um Runde mehr Rückstand auf Van Aert ein, der schon ab Mitte des Rennens komfortabel führte, das Trio Pidcock, Iserbyt und Hermans auf eine Minute distanzierte und seinen Vorsprung schließlich nur noch verwaltete. Auch ein Sturz im sechsten Umlauf konnte ihn nicht bremsen. Nach sechs Runden hatte dann auch van der Poel genug und beendete das Rennen vorzeitig. Er habe einfach nur einen schlechten Tag gehabt, sagte er Het Nieuwsblad im Anschluss. "Das kann passieren."

In der Gesamtwertung der Superprestige-Serie führt nach sechs von sieben Läufen – der für Mittwoch geplante Lauf in Diegem wurde abgesagt – weiter Iserbyt vor Toon Aerts (Baloise - Trek Lions), der in Zolder zwar nicht seinen besten Tag erwischte, den Rückstand durch eine gute Finalrunde mit dem Sprung auf Platz 5 in der Tageswertung aber in Grenzen halten konnte.

Tagesergebnis:
1. Wout Van Aert (Jumbo-Visma) 1:03:36
2. Thomas Pidcock (Ineos Grenadiers) +1:04
3. Eli Iserbyt (Pauwels Sauzen – Bingoal) +1:04
4. Quentin Hermans (Tormans – Circus Cyclo Cross Team) +1:21
5. Toon Aerts (Baloise - Trek Lions) +1:45
6. Corne Van Kessel (Pauwels Sauzen – Bingoal) +1:57
7. Laurens Sweeck (Pauwels Sauzen – Bingoal) +2:04
8. Kevin Kuhn (Tormans – Circus Cyclo Cross Team) +2:09
9. Tim Merlier (Alpecin-Fenix) +2:15
10. Lars van der Haar (Baloise - Trek Lions) +2:15

Zwischenstand nach sechs von sieben Läufen:
1. Eli Iserbyt (Pauwels Sauzen – Bingoal) 83 Punkte
2. Toon Aerts (Baloise - Trek Lions) 79
3. Quentin Hermans (Tormans – Circus Cyclo Cross Team) 70
4. Lars van der Haar (Baloise - Trek Lions) 65
5. Laurens Sweeck (Pauwels Sauzen – Bingoal) 54

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