RSNplusPlatz 28 bei Strade Bianche abgehakt

Kämna von Plattfuß gestoppt: “Immer im Hintertreffen“

Von Felix Mattis und Tom Mustroph

Foto zu dem Text "Kämna von Plattfuß gestoppt: “Immer im Hintertreffen“"
Lennard Kämna (Bora - hansgrohe) | Foto: Cor Vos

04.03.2023  |  (rsn) – Für Lennard Kämna und das Team Bora – hansgrohe ist die 17. Auflage von Strade Bianche (1.UWT) alles andere als wunschgemäß verlaufen. Die deutsche WorldTour-Equipe brachte keinen Fahrer in die Top 10 und fand sich in der zweiten Rennhälfte ab den vorentscheidenden Schotter-Sektoren von San Martino in Grania und Monte Sante Marie im Verfolgungsmodus wieder. Auch wenn man so im Finale unter anderem die Gruppe um Mathieu van der Poel (Alpecin – Deceuninck) noch zurückholte, konnten Kämna & Co. auf der Piazza del Campo nicht wirklich glücklich sein.

"Wir mussten ein bisschen Nachführarbeit leisten, weil wir auf dem Gravel ziemlich ins Hintertreffen geraten sind. Deshalb war es am Ende ziemlich hart", erzählte Kämna radsport-news.com in Siena und erklärte dann auch gleich, warum die Verfolgungsjagd nötig geworden war:

___STEADY_PAYWALL___ "Ich hatte einen Platten kurz vor Sektor 6. Danach musste ich alleine wieder ranfahren und war erst kurz vor dem entscheidenden Sektor 7 wieder dran – und das aber auch ganz hinten. Ich konnte mich dann nur noch in der zweiten oder sogar dritten Gruppe einordnen und ab da waren wir dann immer im Hintertreffen."

Reifenschaden kurz vor der ersten großen Selektion

Der sechste Schottersektor im Männerrennen von Strade Bianche führt hinunter ins Tal des Flusses Arbia, wo dann 13 flache Kilometer auf breiter Straße in Richtung San Martino in Grania, dem Sektor 7, gefahren werden. Dort ist das Tempo oft sehr hoch, weil dieser Sektor mit 9,5 ansteigenden Kilometern sehr lang ist und dort oft die erste wichtige Vorselektion gemacht wird – so auch diesmal.

Lang gezogenes Peloton am Anfang des Sektors 7, San Martino in Grania. Wer da hinten ist, hat es schwer. | Foto: Cor Vos

Als dann nach der Abfahrt von San Martino in Grania sofort der mit 11,5 Kilometern längste Sektor, der Monte Sante Marie, begann, war Kämna noch nicht wieder ganz vorne dabei. Dort aber bildeten sich die entscheidenden Spitzengruppen, die das Rennen schließlich unter sich ausmachen sollten – auch der spätere Sieger Tom Pidcock (Ineos Grenadiers) setzte sich am Monte Sante Marie aus dem Peloton ab.

Konrad 23., Vlasov 25. und Kämna 28. in Siena

Nach langer Jagd war Kämna schließlich wieder zurück im ersten Feld, als dieses im Finale die Gruppe um van der Poel einsammelte und schließlich in Siena sogar noch um Rang elf fuhr. Doch hinein in die Altstadt hatte der Deutsche schließlich nichts mehr zuzusetzen und so kam er schließlich 1:58 Minuten nach Pidcock sowie zwölf Sekunden nach dem Rest seiner Gruppe als 28. auf der Piazza del Campo an. Patrick Konrad und Aleksandr Vlasov, die anderen beiden Bora-hansgrohe-Fahrer in der Gruppe, wurden als 23. und 25. gewertet – auch sie hatten nach der kräfteraubenden Jagd zuvor nicht mehr viele Reserven übrig.

Am Montag nun werden Kämna und auch Vlasov gemeinsam mit Jai Hindley, Nico Denz, Jordi Meeus, Patrick Gamper und Cesare Benedetti in Lido di Camaiore zur Fernfahrt Tirreno-Adriatico (2.UWT) starten – die nächste Etappe auf dem Weg zum Giro d'Italia im Mai – und der Deutsche ist zuversichtlich: "Ich denke ich bin gut in Form und das Glück und die Ergebnisse werden schon noch kommen, da bin ich mir sicher", sagte Kämna in Siena ganz entspannt.

Vom Pech beim Schotterklassiker dürfte sich der 26-Jährige also nicht aus der Spur werfen lassen.

Mehr Informationen zu diesem Thema

02.03.2024Mohoric: “Irgendwie hatte keiner mehr den Glauben daran“

(rsn) – Nach einem Drittel der Distanz war Strade Bianche für einen Großteil des Feldes schon gelaufen, nach zwei Dritteln für das gesamte Peloton mit Ausnahme von einem Athleten: Denn über 80

17.03.2023Faulkner “extrem enttäuscht“ nach Strade-Disqualifikation

(rsn) – Kristen Faulkner hat "extrem enttäuscht" auf ihre nachträgliche Disqualifikation bei Strade Bianche (1.WWT) reagiert, während sich ihr Team Jayco - AlUla in einem Statement aber eher in D

14.03.2023Faulkner disqualifiziert: UCI greift wegen Glukose-Sensor durch

(rsn) – Kristen Faulkner (Jayco – AlUla) hat die letzten 30 Kilometer von Strade Bianche (1.WWT) vor zehn Tagen als Solistin absolviert und wurde erst auf dem Schlusskilometer vom SD-Worx-Duo Demi

10.03.2023Faulkner droht Aberkennung von Rang 3 bei Strade Bianche

(rsn) – Kristen Faulkner (Jayco – AlUla) droht die Aberkennung ihres dritten Platzes bei Strade Bianche (1.WWT). Die US-Amerikanerin, die am vergangenen Wochenende rund 30 Kilometer allein an der

05.03.2023Engelhardt: “Totgesagte leben länger“

(rsn) - Felix Engelhardt (Jayco – AlUla), U23-Europameister und eines der zahlreichen jungen deutschen Talente, sammelte bei seinen Klassikerdebüts bei Strade Bianche (1.UWT), Omloop Het Nieuwsblad

05.03.2023Fünf Antworten zu Strade Bianche

(rsn) - Auch die 17. Ausgabe von Strade Bianche (1.UWT) bot spektakuläre Bilder und spannenden Radsport. Mit einem Solo von 23 Kilometern holte sich Tom Pidcock nach 184 Kilometern, von denen 63 übe

05.03.2023Biathlon-Star Jacquelin bei Strade Bianche AG2R-Wasserträger

(rsn) – Staub statt Schnee, Siena statt Nove Mesto: Während seine Biathlon-Kollegen in Tschechien Weltcup-Punkte jagten, half der viermalige Weltmeister Émilien Jacquelin in Italien beim Radsport

04.03.2023Pidcock triumphiert nach unwiderstehlichem Solo in Siena

(rsn) – Mit einem 23 Kilometer langen Solo hat Tom Pidcock (Ineos Grenadiers) die 17. Ausgabe von Strade Bianche gewonnen. Nach 184 Kilometern rund um Siena setzte sich der 23-jährige Brite 20 Seku

04.03.2023Van der Poel: “Die beste Version von mir kommt noch“

(rsn) – Als einer der Top-Favoriten gestartet, musste sich Mathieu van der Poel (Alpecin – Deceuninck) bei der 17. Strade Bianche mit dem 15. Platz begnügen. Der Niederländer kam nach 184 schwer

04.03.2023Mohoric: “Jumbo hat das Rennen verloren“

(rsn) – Mit einem imponierenden Soloritt hat Tom Pidcock (Ineos Grenadiers) die 17. Strade Bianche für sich entschieden. Den Konkurrenten blieb nach 184 schweren Kilometern durch die Toskana in Sie

04.03.2023Pferd stürmt vor Vollering auf die Strecke

- 16 Kilometer hatte Demi Vollering (SD Worx) noch vor sich. Gerade war sie aus der Favoritinnengruppe im vorletzten Schottersektor namens Colle Pinzuto davongefahren, da erlebte die Niederländerin

04.03.2023Bauernfeind zeigt sich beim WorldTour-Debüt und wird 17.

(rsn) – Richarda Bauernfeind (Canyon – SRAM) ist bei Strade Bianche (1.WWT) ihr erstes WorldTour-Rennen gefahren und war dabei gleich mehrfach prominent im Bild zu sehen. Denn die 22-Jährige verr

Weitere Radsportnachrichten

17.06.2024Radsport live im TV und im Ticker: Die Rennen des Tages

(rsn) – Welche Radrennen finden heute statt? Wo und wann kann man sie live im Fernsehen oder Stream verfolgen? Und wo geht´s zum Live-Ticker? In unserer Tagesvorschau informieren wir über die wic

16.06.2024Riccitellos Ziel: “Podiums-Kandidat bei den Grand Tours“

(rsn) - Schneller als Tom Pidcock, schneller als Egan Bernal (beide Ineos Grenadiers), schneller als Enric Mas (Movistar), schneller als viele Stars – Vierter in der Tageswertung, Fünfter in der Ge

16.06.2024Vollering zündet im letzten Sektor die Rakete

(rsn) – Nach dem Auftakt zur Tour de Suisse Women (2.WWT) hat Demi Vollering (SD Worx - Protime) auch das Bergzeitfahren über 15,7 Kilometer von Aigle nach Villars-sur-Ollon für sich entschieden.

16.06.2024Waerenskjold hält Vacek mit Geschick und Glück auf Distanz

(rsn) – Mit Geschick und Glück hat Sören Waerenskjold (Uno-X Mobility) am Schlusstag der 93. Belgium Tour (2.Pro) sein Führungstrikot verteidigt und sich die Gesamtwertung mit vier Sekunden Vorsp

16.06.2024Aleotti meistert alle Schwierigkeiten und gewinnt Tour of Slovenia

(rsn) – Mit einer starken Vorstellung hat Giovanni Aleotti (Bora – hansgrohe) am letzten Tag der 30. Tour of Slovenia (2.Pro) das Grüne Trikot verteidigt und sich knapp, aber letztlich souverän

16.06.2024Giro Next Gen: Ausreißer Behrens verpasst knapp Etappensieg

(rsn) – Niklas Behrens (Lidl – Trek Future Racing) hat zum Abschluss des Giro Next Gen (2.2u) knapp den Etappensieg verpasst. Aus einer zehnköpfigen Ausreißergruppe musste sich der 20-Jährige i

16.06.2024Adam Yates zieht sich fünf Jahre alten Tirreno-Stachel

(rsn) – Joao Almeida (UAE Team Emirates) hat das abschließende Bergzeitfahren der Tour de Suisse (2.UWT) für sich entschieden, den Gesamtsieg aber sicherte sich sein Teamkollege Adam Yates, der au

16.06.2024Tour de Kurpie: Berthold Radteam fährt fünf Mal in die Top Ten

(rsn) - Mit gleich fünf Top-Ten-Platzierung tritt das Berthold Radteam die Heimreise von der Premiere der Tour de Kurpie (2.2) in Polen an. "Wir sind darüber absolut glücklich", so Achim Berthold,

16.06.2024Maire schnappt an der Hutterer Höss Zoidl den Gesamtsieg weg

(rsn) – Adrien Maire (TDT – Unibet) hat auf der finalen Etappe der Oberösterreich Rundfahrt (2.2) einen Heimsieg von Riccardo Zoidl (Felt – Felbermayr) verhindert. Der 23-jährige Franzose fin

16.06.2024“Frühaufsteher“ Stosz krönt perfekte Felbermayr-Woche

(rsn) - Felt - Felbermayr hat sich mit einem weiteren Sieg aus Mauritius verabschiedet. Nachdem man bereits die Gesamtwertung und drei Etappen der Tour du Maurice (2.2) gewonnen hatte, ging auch das

16.06.2024Yates und Almeida: Teamkollegen und Gegner auf Augenhöhe

(rsn) - Das sieht man nicht alle Tage. Ungeniert beharken sich die beiden UAE-Emirates-Profis Joao Almeida und Adam Yates seit drei Etappen um den Gesamtsieg bei der bei der 87. Tour de Suisse. Ungew

15.06.2024Oberösterreich: Zoidl bringt sich vor Königsetappe in Position

(rsn) - Auf der anspruchsvollen 2. Etappe der Oberösterreich-Rundfahrt (2.2) hat Aaron Dockx (Alpecin – Deceuninck Development) einen Doppelschlag gelandet. Der Belgier setzte sich nach 105 Kilome

RADRENNEN HEUTE
  • Keine Termine