Keine Frakturen, aber ´Impact‘ auf den Körper zu groß

Tour-Aus! Roglic zur 13. Etappe nicht mehr angetreten

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Primoz Roglic (Red Bull - Bora - hansgrohe) erreicht das Ziel der 12. Tour-Etappe vom Sturz schwer gezeichnet. | Foto: Cor Vos

12.07.2024  |  (rsn) – Primoz Roglic (Red Bull – Bora – hansgrohe) muss die Tour de France vorzeitig beenden. Wie sein Team auf der Plattform X bekanntgab, habe man sich nach mehreren Untersuchungen entschieden, dass der Giro-Sieger von 2023 mit Blick auf die weiteren Ziele dieser Saison nicht mehr zur 13. Etappe der Tour de France antreten werde.

Der 34-jährige Roglic war zwölf Kilometer vor dem Ziel der gestrigen Etappe wie mehrere andere Fahrer auch gestürzt und hatte sich dabei Verletzungen am Bein und der Schulter zugezogen. Das Ziel in Villeneuve erreichte der Slowene 2:27 Minuten nach Tagessieger Binian Girmay (Intermarché – Wanty), im Gesamtklassement fiel er vom vierten auf den sechsten Platz zurück.

“Primoz Roglic wird nicht starten. Er hat keine Gehirnerschütterung und auch keine gebrochenen Knochen, aber der 'Impact‘ auf seinen Körper ist so groß, dass es keinen Sinn macht weiterzufahren. Es hilft ja alles nichts, wenn Du Dich nicht bewegen kannst", sagte Sportdirektor Rolf Aldag vor dem Start in Agen. "Er ist enttäuscht, wie wir alle enttäuscht sind. Er hat super viel investiert. Aus unserer Sicht war er nach Etappe 11 auf einem wirklich guten Weg. Er hat da alles versucht und Kampfgeist gezeigt. Und jetzt, wo alles vorbei ist, ist klar, dass keiner glücklich ist und wir alle erstmal tief Luft holen müssen."

Roglic habe sich im Bus von seinen Teamkollegen verabschiedet und sich bei allen bedankt, ehe er die Heimreise angetreten habe. "Das Team hat sehr geschätzt, dass er da war und nicht in seinem Bett liegen geblieben ist. Wir schätzen Primoz als Mensch sowieso sehr. Insofern ist das alles in einer Linie und passt alles", fügte Aldag an.

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Damit schied Roglic bereits zum dritten Mal in Folge bei der Frankreich-Rundfahrt aus. In den Jahren 2021 und 2022 musste er das Rennen ebenfalls jeweils nach Stürzen vorzeitig beenden. Im vergangenen Jahr verzichtete er zugunsten des Giro auf seine Teilnahme. Nachdem er die Gesamtwertung der Italien-Rundfahrt für sich entscheiden konnte, startete Roglic im Herbst noch bei der Vuelta a Espana, die er auf Rang drei beendete.

Nach seinem Wechsel im Winter zu Bora – hansgrohe – das zur Tour mit Red Bull als neue Hauptsponsor antrat – war die Frankreich-Rundfahrt das erklärte große Saisonziel, bei dem Roglic nach dem Gelben Trikot greifen wollte.

Doch bereits die Vorbereitung war von einem schweren Sturz überschattet. Roglic stürzte am 4. April auf der 4. Etappe der Baskenland-Rundfahrt wie auch Evenepoel und sein früherer Teamkollege Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike) schwer, erholte sich aber gut von den Verletzungen. Er kehrte zum Critérium du Dauphiné ins Feld zurück und entschied nach einem starken Auftritt mit zwei Etappensiegen die Tour-Generalprobe prompt für sich.

Red Bull - Bora - hansgrohe nun ohne Kapitän

Bereits im Finale der 11. Etappe war der Red-Bull-Kapitän gestürzt, kam da aber glimpflich davon. Zudem profitierte Roglic von der Anwendung der 3-km-Regel, so dass er zeitgleich mit dem Etappendritten Remco Evenepoel (Soudal – Quick-Step) gewertet wurde und im Klassement keine Zeit einbüßte. Nach seinem zweiten Sturz binnen 24 Stunden betrug sein Rückstand auf den Gesamtführenden Tadej Pogacar (UAE Team Emirates) allerdings bereits 4:42 Minuten.

Nach Roglics Ausscheiden besteht das Tour-Aufgebot von Red Bull – Bora - hansgrohe nur noch aus sechs Fahrern. Nach einem Sturz konnte der Russe Aleksandr Vlasov nicht mehr zur 10. Etappe antreten.

 

 

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