Fietzke holt im Junioren-Zeitfahren erste EM-Medaille für den BDR

Mouris schnappt Belgiern den Heimsieg weg

Von Peter Maurer aus Hasselt und Kevin Kempf

Foto zu dem Text "Mouris schnappt Belgiern den Heimsieg weg"
Michiel Mouris holte Zeitfahr-Gold für die Niederlande. | Foto: Cor Vos

11.09.2024  |  (rsn) – Michiel Mouris ist der neue Europameister im Zeitfahren der Junioren. In Hasselt verdrängte der Niederländer nach 31,3 Kilometern den sieben Sekunden langsameren Belgier Jasper Schoofs vom Hot Seat. Bronze ging an Deutschland. Paul Fietzke, bei der DM noch Dritter im Kampf gegen die Uhr, realisierte mit 24 Sekunden Rückstand die drittbeste Zeit des Tages.

"Ich bin mehr als zufrieden. Vor fünf Tagen bin ich im Ruebliland in der Schweiz ziemlich hart gestürzt und habe immer noch am Knie und am Arm wunden. Danach wusste ich erstmal nicht, ob ich hier überhaupt starten kann", sagte Fietzke gegenüber RSN. Der Kampf um Bronze war extrem spannend. Gleich vier Mann lagen letztendlich innerhalb von 12 Sekunden. "Auf den letzten Kilometern sagte unser Sportlicher Leiter: 'Jetzt Vollgas, Kopf runter, alles was geht!' Er hat gesagt ich bin zeitgleich mit Ian und dass ich mir die Medaille holen soll. Dann habe ich alles gegeben und es hat gereicht."

Das sehr gute deutsche Auftreten komplettierte Ian Kings als Fünfter. Dem 18-Jährigen wurde nach Rennende von der Mutter des Siegers zur Bronzemedaille gratuliert, da waren mit Fietzke und dem Tschechen Pavel Sumpik, der Vierter wurde, die letzten beiden Teilnehmer im Rennen aber gerade mit einer besseren Zeit im Ziel angekommen.

Mit Mouris gewann in einem Rennen mit vielen aussichtsreichen Fahrern und ohne Topfavoriten ein Athlet, der zum Favoritenkreis gehörte. Sein Cousin Jens Mouris war zwischen 2007 und 2017 Berufsradfahrer und galt als guter Zeitfahrer. Sein Bruder Wessel Mouris wird 2025 Neoprofi bei TDT – Unibet. Wie der Silbermedaillengewinner ist auch Mouris ein starker Crosser, bei der WM in Tabor wurde er Siebter.

Dritter Deutscher im Bunde war Benedikt Benz, der im Gespräch mit RSN auf ein Top-15-Ergebnis gehofft und dieses als 18. Knapp verfehlt hatte: “Es war sehr lang, da musste man sich die Kräfte gut einteilen, aber das ist mir gut gelungen. Es gibt oft Gegen- und Seitenwind, hinten raus kann man richtig eingehen“, sagte der Deutsche Vizemeister im Zeitfahren, der noch zum jüngeren Jahrgang gehört.

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