Dänemark-Rundfahrt schon vorentschieden

Pedersen krönt sich zum König von Bornholm

Von Sebastian Lindner

Foto zu dem Text "Pedersen krönt sich zum König von Bornholm"
Mads Pedersen hat den Auftakt der Dänemark-Rundfahrt gewonnen. | Foto: Cor Vos

12.08.2025  |  (rsn) – Das Resultat kommt nicht unbedingt überraschend, der Etappenverlauf schon eher. Mads Pedersen (Lidl – Trek) ist mit einem Sieg in die Dänemark-Rundfahrt (2.Pro) gestartet. Dabei pokerte der 29-Jährige nicht auf einen Massensprint, bei dem er mit Comebacker Jasper Philipsen (Alpecin – Deceuninck) bei dessen erstem Wettkampf nach seinem sturzbedingten Aus bei der Tour de France einen starken Widersacher gehabt hätte. Pedersen animierte das 178 Kilometer lange Rennen von Nexö nach Rönne auf Bornholm – erstmals war die Insel Teil der Rundfahrt – schon unterwegs und war maßgeblich daran beteiligt, dass 45 Kilometer vor dem Ziel an einer Bergwertung das Feld auseinanderflog.

Es bildete sich eine Favoritengruppe heraus, zu der auch Philipsen und Lukas Kubis (Unibet Tietema Rockets) zählten, dazu Pedersens Teamkollegen Mattias Skjelmose und Sören Kragh Andersen. Die sollte sich an der gleichen Welle eine Runde später, wieder auf Pedersens Initiative, erneut teilen. Sprinter Kubis wurde der Ex-Weltmeister auch da nicht los, im Ziel belegte der 25-Jährige Slowake dann auch Rang zwei. Dritter wurde Conrad Haugsted (ColoQuick), der Teil der ursprünglichen Ausreißergruppe war, auf die Pedersen und Co. auf den letzten Kilometern zum Ziel aufgefahren war.

Zu der Gruppe gehörte unter anderem auch Julius Johansen, der von UAE – Emirates – XRG an die dänische Nationalmannschaft ausgeliehen wurde. Auch Johansen schaffte es als Teil der neunköpfigen Gruppe, in der sieben Dänen saßen, ins Ziel, ebenso Sjkelmose.

Pedersen schon in Vuelta-Form

Eine erste Verfolgergruppe, ein echtes Hauptfeld existierte nicht mehr, schaffte es mit 38 Sekunden Rückstand ins Ziel. In Magnus Cort (Uno-X Mobility), Dylan van Baarle (Visma – Lease a Bike) und Alec Segaert (Lotto) erreichte ein Teil der Mitfavoriten auf den Gesamtsieg in jenem Pulk das Ziel. Sören Waerenskjold (Uno-X Mobility) etwa kassierte aber schon mehr als elf Minuten Rückstand.

Doch selbst die knapp 40 Sekunden, die durch Zeitgutschrift für Sieger Pedersen sogar fast 50 sind, erscheinen in Anbetracht dessen, was noch kommt, als zu viel um Pedersen, der im Juni auch dänischer Meister im Kampf gegen die Uhr wurde, vielleicht im Zeitfahren noch aus dem Trikot des Gesamtführenden zu fahren, dass er zum Auftakt übernommen hat.

Die vier weiteren Etappen, die noch anstehen, werden auf dem dänischen Festland ausgefahren. Neben dem Zeitfahren am dritten Tag folgt morgen eine tellerflache Etappe. Die letzten beiden Tage enden auf einem kleinen Hügel. Es bedarf viel Fantasie, um Pedersen, der sich bei seiner Heimatrundfahrt für die Vuelta in Form fahren will, nicht noch mindestens eine Etappe gewinnen zu sehen.

Results powered by FirstCycling.com

Weitere Radsportnachrichten

06.11.2026Lidl-Trek Junior Racing geht mit neun Deutschen ins zweite Jahr

(rsn) – Lidl-Trek Junior Racing geht 2027 in seine zweite Saison und stockt dabei das Fahrerkontingent von 11 auf 15 Fahrer auf. Für das kommende Jahr setzt sich die Mannschaft aus Junioren aus sec

06.11.2026Tiberi darf sich “nicht mehr viele schwache Leistungen erlauben“

(rsn) – Als Vierter der Valencia-Rundfahrt (2.Pro), Zweiter der UAE Tour (2.UWT) und Dritter der Trofeo Laigueglia (1.Pro) legte Antonio Tiberi (Bahrain Victorious) diese Saison los wie die Feuerweh

06.11.2026Blasi wagt sich erneut ins Gelände

(rsn) - In wenigen Worten auf den Punkt gebracht, deshalb aber nicht weniger interessant: In unserer Rubrik "Kurz gemeldet" fasst die Redaktion von radsport-news.com die Nachrichten aus der Welt des R

06.11.2026Belgischer Meister verlässt UAE in Richtung Movistar

(rsn) - In unserem ständig aktualisierten Transferticker informieren wir Sie regelmäßig über Personalien aus der Welt des Radsports. Ob es sich um Teamwechsel, Vertragsverlängerungen oder Rücktr

06.11.2026Strafe für Vanthourenhout nach Ziel-Ausraster im “Eifer des Gefechts“

(rsn) – Sein zweiter Platz bei der Superprestige in Middelkerke am späten Donnerstagabend ist nicht, was den Zuschauern im Gedächtnis bleiben wird, wenn sie an den Auftritt von Michael Vanthourenh

06.11.2026Nicht nur Schwarz und Weiß: Van Dijk zur Kritik an Picnic-Führung

(rsn) – Ellen van Dijk war Ende 2018, drei Jahre nach dem Abgang von Marcel Kittel, noch immer eine der ersten prominenten Fahrerinnen, die sich vom damaligen Team Sunweb, dem heutigen Team Picnic â

06.11.2026Sitzen wir alle auf dem falschen Rad?

(rsn) - Wer viel mit Fahrrädern zu tun hat, kennt das Phänomen: Sobald im Bekanntenkreis jemand einen Fahrradkauf erwägt, wird man schnell zum unentgeltlichen Verkaufsberater gekürt. Eine ehrenvol

06.11.2026RCS denkt für Giro und Co. über limitierten Fan-Zugang nach

(rsn) – Beim Giro d'Italia und auch anderen Rennen von Veranstalter RCS Sport könnte es künftig Zugangsbeschränkungen zu neuralgischen Streckenpunkten geben. Das bestätigte der neue Giro-Boss Lu

06.11.2026Van Aerts Traum vom Flandern-Sieg: “Wird zunehmend schwerer“

(rsn) – Wout van Aert (Visma – Lease a Bike) hat in einem Interview mit dem Fiets Magazine auf seinen Triumph bei Paris-Roubaix am 12. April 2026 zurückgeblickt und im selben Gespräch auch über

05.11.2026Wyseure schlägt Vanthourenhout, der für Eklat sorgt

(rsn) - Joran Wyseure (Crelan – Corendon) hat in Middelkerke das zweite Wertungscross seiner Karriere gewonnen. Im Nachtrennen ging er mit fünf Mitstreitern auf die Schlussrunde, in der er sich als

05.11.2026Van Alphen nutzt bei der Superprestige ihre Chance

(rsn) - Aniek van Alphen (777) hat in Middelkerke den zweiten Lauf der Superprestige gewonnen. Am Donnerstagabend war sie im Flutlicht 12 Sekunden schneller als Europameisterin Inge van der Heijden (C

05.11.2026Merckx über Pogacar in TV-Doku: “Er ist jetzt über mir“

(rsn) – Eddy Merckx gilt gemeinhin seit jeher als der beste Radsportler aller Zeiten. Doch schon seit einigen Jahren rüttelt Tadej Pogacar mit seinen Leistungen und seiner Dominanz, ausdrücklich n

RADRENNEN HEUTE
  • Keine Termine