KT-Roundup der vergangenen Woche

Rottmann jubelt in Rumänien, Storck - Metropol zeigt Kampfgeist

Von Arthur Lenné

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Das Team Rembe – rad-net bei der Teampräsentation in Rumänien | Foto: Rembe – rad-net

16.09.2025  |  (rsn) - Die deutschen Kontinental-Teams Rembe - rad-net und Storck - Metropol haben bei der anspruchsvollen Turul Romaniei (2.2) eine Woche voller Angriffe, Rückschläge und letztlich großem Jubel erlebt.

Gekrönt wurde der Einsatz von Jonathan Malte Rottmann, der sich auf der 4. Etappe der fünftägigen rumänischen Rundfahrt seinen ersten UCI-Sieg sicherte.

Offensiver Beginn auf anspruchsvollem Terrain

Vom ersten Tag an zeigten sich die deutschen Teams bei der sportlich hochkarätig besetzten Turul Romaniei hellwach. Auf der Auftaktetappe war es Jon Knolle (Rembe - rad-net), der in einer 17-köpfigen Spitzengruppe als Sechster überzeugte. Nach der schweren Bergankunft am zweiten Tag, bei der sich Maxim Roor in der Ausreißergruppe zeigte, folgte die wellige 3. Etappe, die es in sich hatte.

Hier war es Vincent John (Rembe - rad-net), der mit einem starken sechsten Platz glänzte. Für das Team Storck - Metropol war es ein harter Tag. “Die 3. Etappe sollte vor allem hinten raus mit zwei steilen Anstiegen anspruchsvoll werden. Unser Ziel war es, Moritz Czasa und Oscar Schempp weit vorne zu platzieren, was uns auch recht gut gelang“, berichtete Storck-Fahrer Robin Fischer gegenüber RSN.

Windkante, Teamwork und der erste große Sieg

Der vierte Tag sollte dann zum Highlight werden. Auf der mit 215 Kilometern längsten, aber flachen und windanfälligen Etappe triumphierte Jonathan Malte Rottmann im Sprint einer durch Windkanten zerlegten Gruppe. “Es war grundsätzlich ein entspannter Tag, bis wir bei Kilometer 85 auf die Windkante gegangen sind. Zuerst haben wir die auch verpasst, dann haben Fego und Knolli (Felix Groß und Jon Knolle, d. Red.) mich da noch mal hingebracht“, schilderte der strahlende Sieger.

Der finale Sprint war ein echter Krimi: “Ich habe sehr lange gewartet, fast zu lange. Bei 120 Metern ging links noch eine Lücke auf und ich bin noch knapp dran vorbeigekommen. Es ist mein erster UCI-Sieg, das ist natürlich ultra geil. Darauf habe ich dieses Jahr sehr lange gewartet, und das endlich zu schaffen, ist einfach atemberaubend“, so der glückliche Sieger

Jonathan Malte Rottmann im Trikot des Tagessiegers nach der 4. Etappe | Foto: Rembe – rad-net

Storck - Metropol kämpft sich durch

Storck - Metropol musste aufgrund der Umstände besonderen Kampfgeist aufbieten. Nach den anspruchsvollen ersten Tagen wurde die Mannschaft durch krankheitsbedingte Ausfälle geschwächt. Auf der letzten Etappe in Bukarest standen nur noch drei Fahrer am Start. “Nachdem Moritz und Oscar krankheitsbedingt ausgefallen sind, waren wir leider nur noch zu dritt. Dennoch versuchten wir im Finale unser Glück, konnten uns aber in dem technischen Schlussteil gegen die vollzähligen Teams nicht entscheidend positionieren“, fasste Fischer zusammen.

Dennoch fiel sein Fazit positiv aus: “Trotz der krankheitsbedingten Ausfälle und der Unterlegenheit zu manchen Top-Teams sind wir ein couragiertes Rennen gefahren und haben vor allem als Team während sowie auch neben dem Rennen gut funktioniert.“

Lotto - Kern Haus verpasst in Belgien knapp das Podium

Bei dem belgischen Eintagesrennen Memorial Rik van Looy (1.2) lieferte Lotto - Kern Haus - PSD Bank eine offensive Vorstellung ab, die jedoch unbelohnt blieb. Trotz einer vielversprechenden Attacke im Finale konnte sich das Team keine vordere Platzierung sichern.

Sportlicher Leiter Torsten Schmidt beschrieb das Rennen als “ganz speziell“ mit “ungefähr 5000 Kurven“, schlechtem Belag und einer gefährlichen Zielgeraden. Aufgrund dieser Bedingungen entschied sich das Team für eine aggressive Taktik im Finale.

Der junge Däne Theodor Storm setzte diesen Plan erfolgreich um und war bei der entscheidenden Attacke dabei. Bis kurz vor dem Ziel lag er gemeinsam mit seinem Landsmann Mads Andersen vom Team Airtox-Carl Ras an der Spitze. Auf dem letzten Pavé-Abschnitt, nur zweieinhalb Kilometer vor dem Ziel, konnte Storm seinem Kontrahenten jedoch nicht mehr folgen. Andersen gewann das Rennen solo, während das Hauptfeld um den zweiten Platz sprintete – allerdings ohne Fahrer von Lotto - Kern Haus - PSD Bank.

Zusätzlich wurde das Team vom Sturzpech heimgesucht. Silas Koech musste das Rennen nach einem Sturz aufgeben. Joshua Huppertz stürzte ebenfalls, konnte aber wieder ins Feld zurückkehren.

"Viel Action, super Finale, aber leider keine Platzierung. Man kann wirklich sagen, dass wir das Rennen auf den letzten zweieinhalb Kilometern verloren haben“, fasste Schmidt die entscheidenden Szenen zusammen.

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